In Gedenken an Nfally

21ter Februar 2017
 
Vor genau einem Jahr wurde unser Freund Nfally in seinem Lager in Dorfen ermordet.

"Nfally starb unter den Messerstichen seines Zimmergenossen. Aber die Polizei ermordete ihn, weil sie ihm hätte helfen können als er dies benötigte. Das Landratsamt in Dorfen ermordete Nfally, weil sie von der Vorgeschichte des Mörders wussten. Das Asylsystem hat Nfally getötet, weil Personen im gleichen Zimmer zusammenleben müssen, ohne dass den Diskriminierungen und Angriffen Rechnung getragen wird, die aus der Unterscheidung von Nationalität, Religion, Kultur und Sexualität hervorgehen."
(Aus unserem vom 06.11.2016)

Wir wollen ihm ein Jahr nach seinem Tod gedenken, ihm und allen anderen Menschen, die von diesem Asylsystem ermordet wurden. "Wen kümmert das Leben eines Migranten, vor allem das eines Asylsuchenden?" fragten wir vor mehr als drei Monaten, als wir den Beginn unseres trockenen Durststreiks erklärten. Und die letzte Zeit hat umso mehr gezeigt, dass unsere Leben für die Autoritäten nichts wert sind.

Wir werden weiter für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit kämpfen. Für Nfally. Für alle anderen, die dem Asylsystem zu Opfer gefallen sind.

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