Protest in Ebersberg, 22. Mai 2017

Seit heute morgen demonstrieren wir, 36 Personen vor dem Landratsamt in Ebersberg, bei München.

Wir sind die Geflüchteten von Refugee Struggle for Freedom. In 2012 begannen wir mit unseren Protesten. Bis heute sind wir auf den Straßen, um unsere grundlegenden Menschenrechte zu erlangen. Als geflüchtete Person ist es sehr schwer grundlegende Menschenrechte in Deutschland zu erhalten, denn wir wurden hier nicht geboren – allein das ist unser Fehler. In den vergangenen 5 Jahren protestieren wir unzählige Male in ganz Deutschland. Doch bis jetzt – noch immer auf den Straßen – hat sich nichts für uns verändert. Wir wissen nicht, was wir tun sollen, wir wissen nicht wie viele Jahre wir noch für unsere grundlegenden Menschenrechte kämpfen müssen.

Die Zustände für geflüchtete Menschen in Deutschland sind miserabel. Jeden Tag werden Menschen grundlos in deren Herkunftsländer abgeschoben. Viele geflüchtete Personen suizidierten sich. Sie beendeten ihr Leben, nur deshalb, da wir kein Recht haben, das zu tun, was wir gerne tun würden.  Wir bringen unsere Leben in Gefahr, um in Deutschland ein besseres zu erhalten. Denn in unseren Ländern, herrscht Krieg. Jeden Tag sterben Menschen an Bombenattacken, sodass wir hier nach Deutschland flohen, um ein besseres Leben zu erlangen.

Nun spielt die Deutsche Regierung mit uns, denn sie erteilen uns kein Recht, welches Staatsbürger_innen zusteht. Seit heute protestieren wir in Ebersberg. Ab morgen, den 23. Mai 2017 beginnen wir mit den trockenen Hungerstreik – kein Essen, kein Wasser.

Unsere Forderungen sind:  Bleiberecht   ||   Stopp aller Abschiebungen   ||    Keine gesellschaftliche Diskriminierung (gleiche Rechte für alle)    ||   Arbeitserlaubnis

Dies sind die grundlegenden Menschenrechte, welche wir wollen.

 

We are here and we will fight – Freedom of movement is everybodies right

Unsere Solidarität gehört den protestierenden Menschen in der Brienner Straße in Berlin. Sie zogen aus dem Lager auf die Straße, um für bessere Bedingungen zu kämpfen. Lesen Sie mehr

Solidarische Grüße senden wir an die Oromo-Geflüchteten. Sie demonstrtieren morgen u.a. gegen Abschiebungen nach Äthiopien, für die Freilassung aller politischen Gefangenen, für eine unabhängige Untersuchung des äthiopischen Regierungsverbrechens gegen die friedlichen Demonstrationen von Oromo und Amhara sowie der Irrecha-Massentötung am 02.10.2016 in Buschoftu.  Auftakt ist um 18 Uhr an der Wasserburger Landstraße 23, Trudering. Nähere Informationen: .