Anti-Siko-Demo 18ter Februar 2017

 
Eine unserer Mitstreiterinnen hält auf der Demonstration gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz, am 18.02 2017 eine Rede:
 
Die Zeit der Willkommenskultur ist schon längst vorbei. Deutschland ist zum Abschiebeland geworden. Die Geflüchtetenpolitik der Europäischen Union hat eine tödliche Form bekommen. Allein im Jahr 2016 sind 5022 Geflüchtete bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten steigt und unsere Geschwister, die die Flucht überlebt haben, werden trotzdem in den Tod abgeschoben. Deutscher Staat paktiert mit diktatorischen Regimen, um die Fluchtwege zu sperren und die Abschiebungen umzusetzen. 
 
Während die Politiker*innen im Westen sich über Donald Trump und seine Mauer an den Grenzen zu Mexiko ärgern, haben alle Länder der Balkanroute ihre Grenzen komplett mit Zäunen geschlossen. In München Neuparlach wurde eine vier Mete hohe und 50 Meter lange Mauer gezogen, um ein Wohngebiet von der Geflüchtetenunterkunft zu trennen.  In der Nähe des Geflüchtetencamps im nordfranzösischen Calais wurde eine Mauer gebaut, nachdem das Camp brutal geräumt wurde. Europa hat schon längst die Mauer von Trump gebaut.
 
Wir werden zum Opfer des rechten Terrors in Deutschland. Massenhaft werden wir zurück in die Kriegsländer abgeschoben. Als ob das nicht genug wäre, werden wir  in den heuchlerischen Medien und Polizeiakten als Kriminelle dargestellt. Das heißt, unser Leben und unsere Gesundheit sind in den Augen des deutschen Staates keinen Cent wert. In diesem Sinne bleibt uns nichts anderes übrig als für unsere demokratischen Rechte einen existenziellen Kampf zu führen.
 
Heute sind wir auf die Straße gegangen, um gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu protestieren, weil wir die Konsequenzen ihrer verbrecherischen Kriegspolitik sind. Sie sind verantwortlich für alle Fluchtursachen und Tode und profitieren davon. 
Wir sehen uns gezwungen, die selbstverständlichen Dinge immer wieder zu erklären, warum wir zum Beispiel nach Deutschland gekommen sind. Unser Alltag spiegelt die imperialistische Barbarei wider. Während wir für westliche Firmen für Sklavenlohn arbeiten, unsere Häuser zerbombt werden, wir in die Flucht gedrängt werden,  wird das Leben im Westen für einige Wenige zum Paradies. 
 
Wir sind Non-Citizens, das heißt; die Ausgeschlossenen und Entrechteten. Wir sehen uns gezwungen, für die selbstverständlichen humanitären Forderungen unser Leben ins Spiel zu setzen, weil die rassistische Ignoranz in Deutschland tief verankert ist. Wir müssen Widerstand leisten, um beispielsweise die Lager zu verlassen, weil wir sonst eingesperrt bleiben. Wir organisieren uns selbst, damit unsere Stimme nicht mehr ungehört bleibt, obwohl unsere Lage die Schlagzeilen füllt.
Selbst die Aktivist*innen, die „Refugees Welcome“ sagen, werden kriminalisiert. Der deutsche Staat nutzt jegliches Mittel, um uns in die Isolation zu drängen. Der deutsche Staat spaltet die Unterdrückten und Ausgebeuteten, und teilt die Menschen ein in Ausländliche und Einheimische, in „Legale“ und „Illegale“, in „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „politische Flüchtlinge“. Wir versuchen dagegen mit unserem Widerstand die Isolation zu durchbrechen und dabei die rassistischen Zustände zu überwinden.
Weltweit sind die Rechten Parteien und Bewegungen auf dem  Vormarsch. Die neoliberale Ordnung ist in der Krise. Als Verantwortliche für ihre kapitalistische Krise erklären sie die Geflüchteten, die Arbeiter*innen, Frauen und Jugendlichen verantwortlich. Das bedeutet, wenn heute Geflüchtete abgeschoben werden, dann werden morgen die Arbeiter*innen zur Zielscheibe.  Mit Angriffen auf unsere demokratischen Rechte wollen die kapitalistischen Staaten aus der Krise rauskommen. Wir wissen aber, dass sie niemals eine produktive Lösung finden können. Denn ihre Ordnung ist auf Sand gebaut.  
 
Diese Demonstration sollte uns die Möglichkeit eröffnen, den Protest gegen die Angriffe auf die demokratischen Rechte, die Abschiebungen, den Krieg, den Rassismus, den Sexismus, die Ausbeutung und Unterdrückung zu vereinen.
 
Wir fordern;
Sofortigen Stopp aller Abschiebungen!
Anerkennung aller Asylanträge!
Abschaffung des Lagersystems und der Residenzpflicht! 
Das Recht auf Arbeit, dezentrales Wohnen und Bildung! 
Rücknahme aller Abkommen, die auf Kosten der Geflüchteten vereinbart wurden!
Sofortigen Stopp der Kriegsforschung an den Hochschulen!
 
 
 

Fürstenfeldbruck - Demonstation vom 8ten Februar 2017

 

Demonstration vor dem Aufnahmelager im Militärgelände von Fürstenfeldbruck. 

WIR SIND HIER UND WIR WERDEN BLEIBEN
WEIL BEWEGUNGSFREIHEIT EIN UNIVERSELLES RECHT IST – UNABHÄNGIG VON UNSEREN HAUTFARBEN!

Die Demonstration fokussiert sich auf die Benachteiligung und Entmenschlichung von Geflüchteten in Deutschland. Auf der Basis von Unterschieden hinsichtlich der Hautfarbe und Sprache wurden von Beamten der Regierung und Sicherheitspersonal, die die Geflüchteten schützen und Alltagsangelegenheiten in den Lagern organisieren sollten, Barrieren fortgeschrieben.

Ein Fallbeispiel für die barbarische Einstellung dieser Beamten ist die Schikanierung eines Geflüchteten aus Sierra Leone, der vom Sicherheitspersonal in Fürstenfeldbruck heftig geschlagen wurde. Später musste er zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch eine Frau erzählt davon, dass sie sich sexuell angegriffen fühlt, weil Sicherheitsmänner, nicht Security-Frauen sie an ihren Brüsten überprüfen.
Rassistische Ausdrücke gegenüber Schwarzen afrikanischen Geflüchteten bereiten auch Grund zur Sorge. Die Securities bezeichnen sie normalerweise als "Affen".
Die Verwalter dieser Lager missbrauchen das Recht der Geflüchteten, die stimmlos sind.

Die Demonstration wurde durch Refugee Struggle for Freedom am Eingang des Lagers in Fürstenfeldbruck einberufen, um die Aufmerksamkeit der Regierung und internationaler Menschenrechtsorganisationen, die sich um das Recht auf Leben sorgen, zu erlangen, sodass Lösungen gefunden werden können.

STOPP DISKRIMINIERUNG UND SEGREGATION
Warum bekommen wir keine normalen Wohneinrichtungen? Stattdessen werden wir in verfallenen Strukturen gelagert und von rassistisch gesinnten Personen (im Namen der Sicherheit) bewacht. Unsere Menschenwürde geht in Luft auf. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass das Recht auf medizinische Versorgung nicht länger garantiert ist. Die Kranken können nur ins Krankenhaus gebracht werden, wenn die Krankheit sehr ernst wird. Des Weiteren ist die Aufenthaltsdauer eines Asylbewerbers, der sich in einer Erstaufnahmeeinrichtung aufhält nun länger als die 6 Monate, die von der Regierung vorgesehen sind. Ein Geflüchteter, im Aslyverfahren, kann nun mehr als 10 Monate bis zum Transfer im Lager bleiben.   

Das Leben in einem Flüchtlingslager ist so miserabel, wie man es sich vorstellen kann.
Das Leben in einem Lager ist so miserabel, dass es moderne Sklaverei genannt werden kann.    

Wir sind Menschen! Nicht Tiere!
Ja, wir sind Refugees!

Wir sind Refugees, wegen eurer Ideologien, die uns gewaltsam, im Namen des Kolonialismus, in andere Länder brachten.
Wir sind Refugees, wegen der imperialistischen Ausbeutung in unseren Ländern.
Wir sind Refugees, wegen der westlichen Weltpolitik, die unseren Regierungssystemen auferlegt wurde.
Wir sind Refugees, wegen der kolonialen Intervention in unserer Region, mittels welcher eure Religion in unsere traditionellen Lebensformen eingeführt wurde. Dies führt noch immer zu religiösen Konflikten in Afrika.

Wir suchen Zuflucht, weil unsere Länder zerstört worden sind.

Seht uns als Menschen. Wir sind nicht hier, um uns für das Elend zu rächen, das der koloniale Imperialismus in unserer Region angerichtet hat.
Nehmen Sie unsere Asylanträge an! Wir sind keine Verbrecher, Vergewaltiger oder Terroristen. Wir müssen nicht segregiert werden.


STOP DEPORTATION                   NO BORDER! NO NATION                       STOP DEPORTATION  

Abschiebung ist respektlos gegenüber Menschen. Es ist barbarisch, schrecklich, und gegen den Willen.

Kundgebung vor Aufnahmeeinrichtung in Fürstenfeldbruck am 08.02.17, 11-14 Uhr

Am Mittwoch, 08.02.2017 lädt Refugee Struggle for Freedom von 11 bis 14 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto „No Border, No Nation“ vor der Aufnahmeeinrichtung Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck.

Anlass des Protests ist das diskriminierende, inakzeptable Verhalten der Sicherheitskräfte der Aufnahmeeinrichtung gegenüber den Bewohner*innen. Diese werden beim Betreten des Gebäudes stets Kontrollen unterzogen. Als sich ein Bewohner am vergangenen Mittwoch verbal einer Durchsuchung durch die Securities widersetze, wurden diese handgreiflich, schubsten ihn zu Boden und traten ihn. Der Geflüchtete musste aufgrund seiner Verletzungen die Nacht im Krankenhaus verbringen. Mittlerweile wurde Anzeige gegen die Angestellten der Security-Fima gestellt.

Wie so oft befinden sich die Lager abseits der Öffentlichkeit. In diesem Fall auf einem Militätgelände. Am Mittwoch zeigen wir unsere Solidarität  und durchbrechen zwischen Feldern, Wäldern und Militärgebäuden die Isolation der Bewohner_innen der Aufnahmeeinrichtung.

Weitere Informationen und Interviewanfragen:  0176 / 26 67 95 36 (deutsch, französisch) || 0152 / 14 44 11 09 (englisch) || 0179 / 60 99 476 (deutsch)

Gemeinsame Anreise:

Treffpunkt 9:30 Uhr am Gleis 25 am Hauptbahnhof, München

Fahrt mit S-Bahn und Bus

Fußweg von Bushaltestelle zu Kundgebungsplatz ca. 7 Minuten

 

Kundgebung: 08.02.2017 || 11-14 Uhr || Aufnahmeeinrichtung Fürstenfeldbruck

Presse-Statement von RSFF Aktivistin zu SIKO

 Beitrag von Narges Nasimi, Aktivistin von Refugee Struggle for Freedom, auf der Pressekonferenz des Bündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz, am 27.01.2017


Es gibt Momente, in denen man gezwungen ist, selbstverständliche Dinge immer wieder klären zu müssen. Heute zum Beispiel müssen wir allen erklären, warum wir nach Deutschland gekommen sind.

Der Grund dafür ist, weil unsere Länder von imperialistischen Mächten zerbombt sind, beispielsweise in Afghanistan, Irak, Mali und Syrien. Oder weil die reaktionären Monarchen und Diktatoren im arabischem Raum von Deutschland, Frankreich, USA usw. unterstützt werden, die wiederum als Burg der reaktionären Strömungen in dieser Region die fortschrittlichen Bewegungen bekämpfen.

Die Infrastrukturen werden in wirtschaftlich rückständigen Ländern zerstört, die arbeitende Bevölkerung arbeitet für Sklavenlohn für die westlichen Firmen. Das Leben ist im Rest der Welt eine Hölle, damit das Leben hier in Europa für einige Wenige zum Paradies wird.
Das können wir nicht hinnehmen. Die Flucht vor einem Krieg oder der Armut kann aus dem Grund nicht anders kategorisiert werden.

Menschen, hineingeboren in Krieg und Armut, verbringen ihr Leben auf der Flucht und wenn sie in Deutschland ankommen, werden sie hier ausgeschlossen und diskriminiert. Die Hoffnung auf ein besseres Leben und ausharrend in Angst vor einer Abschiebung und isoliert in den Geflüchtetenheimen sind ein Zustand, der uns tagtäglich zermürbt.

Es herrscht einen Rechtsruck in Deutschland. Diesem Zustand passen alle Parteien im Parlament ihr Programm an und dadurch finden die rassistischen Forderungen der AFD eine Rückendeckung. Dieser Rechtsruck wird in Form von Beschneidung demokratischer Rechte, bei Abschiebungen und in der Frauen- und Migrant*innen- und der Arbeiter*innenfeindlichen Atmosphäre sichtbar.

Wir sind die Untersten und am meisten Entrechteten der Arbeiter*innenklasse, die unter schlechtesten und illegalisierten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. Für uns gilt das Arbeitsverbot, Bildungsverbot, das Verbot des Rechts auf Wohnung. Doch unser Alltag ist auch bestimmt von rechtem Terror, Brandstiftungen und rassistischer Hetze. Unser Leben und unsere Gesundheit sind in den Augen des deutschen Staatess keinen Cent wert. Die Losung „Refugees Welcome“ bekommt heute aufgrund dieser repressiven Zustände den Charakter des Widerstands.

Der deutsche Staat spaltet die Unterdrückten und Ausgebeuteten, und teilt die Menschen ein in Ausländliche und Einheimische, in „Legale“ und „Illegale“. Wir, Non-Citizens verstehen uns als Teil der Arbeiter*innenklasse und sind überzeugt davon, dass unser Kampf nur in Zusammenarbeit mit Arbeiter*innen, Jugendlichen, Frauen und LGBT voranschreiten kann.

Wenn wir heute gegen die SIKO auf die Straße gehen, zeigen wir, dass wir jetzt eine Bewegung gegen die kapitalistische Barbarei aufbauen müssen. Die organisierte Arbeiter*innenklasse muss mit eigenen Mitteln wie z.B. mit Streik vorbereitet sein. Sie muss gegen Krieg, den Abbau von Arbeitsstellen, gegen Lohnkürzungen und Rassismus mobilisieren. Dafür tragen die Gewerkschaften eine große Verantwortung. Sie sind Organe, die Interessen von Arbeiter*innen und Unterdrückten vertreten müssen. Die deutsche Kriegsindustrie kann durch Streik und Besetzungen in den Betrieben und Fabriken gestoppt werden, so wie die Bundeswehr in den Unis und an Schulen.

Und wir Non-Citizens, als diejenigen, die von Bürgerrechten ausgeschlossen sind, erklären unsere Bereitschaft auch in diesem Jahr wieder mit unseren Bündnispartner*innen gegen den Krieg zu mobilisieren.

Textquelle:

Fürstenfeldbruck: Angriff von Securities auf RSFF Aktivist

2ter Februar 2017, Fürstenfeldbruck bei München

Gestern nacht wurde ein Aktivist von Refugee Struggle for Freedom von elf Securites zusammen geschlagen. In dem Lager in der Nähe von Fürstenfeldbruck werden Eingangskontrollen von Taschen durchgeführt. Gestern sollte unser Freund jedoch komplett durchsucht werden. Dagegen hat er sich gewehrt und gesagt, dass sie nicht das Recht dazu haben. Daraufhin sagten die Securities, dass die deutsche Regierung ihnen das Recht dazu gegeben hat. Sie traten erst nach seinem Rucksack und griffen ihn dann brutal an. Sie schubsten und traten bis er am Boden lag. Seine Begleiterin rief die Polizei - die Securites sagten ihr, dass sie das anders regeln könnten. Die Polizei und ein Krankenwagen für unseren verletzten Freund kam. Er verbrachte die Nacht im Krankenhaus in Fürstenfeldbruck.
Als wir ihn heute besuchten, lag er in einem Bett im Krankenhausflur, nicht in einem Zimmer. Sein ganzer Körper schmerzte noch. Obwohl er klar machte, dass er immer noch Schmerzen hat, sagten ihm die KrankenpflegerInnen, dass er das Krankenhaus verlassen müsste. Der Arzt drohte sogar, die Polizei zu rufen, wenn er nicht geht. Unter Zwang verließ er das Krankenhaus.

In Deutschland steht geflüchteten Menschen ohne Anerkennung nur die aller notwenigste medizinische Versorgung zu.

Wenn die deutsche Regierung toleriert, dass Securites gegenüber Geflüchteten gewalttätig sind - nur aus dem Grund, dass sie sich körperlich nicht kontrollieren lassen wollen - dann müssen wir Angst um unser Leben haben, denn wir können nicht wissen, was noch passieren kann.

Mobilisierungstour möglich machen! Gelder umverteilen!

[La versione française se trouve en bas]

Wir sind wieder hier, bei euch, um euch an der Fortführung unserer Aktivitäten teilhaben zu lassen, aber auch um Danke zu sagen, dass ihr uns immer unterstützt habt, sei es finanziell, moralisch, physisch oder materiell – ihr helft uns mehr als ihr denkt.

Refugee Struggle for Freedom kämpft nicht nur für Bewegungsfreiheit, sondern auch gegen Diskriminierung jeglicher Art, gegen Rassismus und all die Zerstörung, die aus dem kapitalistischen System hervorgeht.

Wir sind eine politische Gruppe, die aus Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten besteht. Leider sind wenige aktive Frauen bei uns, deswegen wird unsere nächste Aktion auch darin bestehen, noch mehr Frauen zu mobilisieren und sie dazu aufzurufen, mit uns auf die Straße zu gehen. Wir haben die letzten vier Monate unentwegt gekämpft, vom Protestcamp am Sendlinger Tor über den Protestmarsch nach Nürnberg bis zum Hungerstreik in München, aber leider ist der Kampf noch lange nicht gewonnen und so lange denken wir nicht daran, aufzugeben. Also haben wir beschlossen, fortzufahren und so viele Geflüchtete wie möglich zu mobilisieren, denn die Situation ist noch schlimmer geworden, fast unerträglich. Wir werden in München mit der Mobilisierung anfangen und über Landshut, Nürnberg, Würzburg und Umgebung weitermachen. Damit unser Vorhaben gelingt, brauchen wir weiterhin finanzielle Unterstützung von allen, die mit unserer Sache solidarisch sind. Wir werden Zugtickets kaufen, Benzinkosten bezahlen, und natürlich unser gemeinsames tägliches Essen finanzieren müssen. Dabei sind wir wirklich auf die Unterstützung von euch allen angewiesen. In diesen vier Monaten werden wir in den Camps und überall unterwegs sein, um den Protest größer zu machen. Mit eurer Unterstützung ist es für uns, als wärt ihr die ganze Zeit an unserer Seite.

 

Spendenkonto und e-Mail-Kontakt für Nachfragen:

Account Name: Refugee Struggle for Freedom
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE69 4306 0967 8238 0245 00

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[francais]

Nous voilà parmis vous encore une fois, a vous faire part de la suite de nos activités, mais aussi en guise de remerciement pour nous avoir toujours soutenu que ce soit financierement, moralement, physiquement ou matériel, vous nous aidez plus que vous ne pouvez le savoir.

Refugee Struggle for Freedom ne se bat pas non seulement pour la liberté au mouvement mais aussi contre la discrimination dans toutes ses formes, le racisme et tout ce qui est de ce système capitaliste qui pourrisent le monde.

Nous sommes une groupe politique composés des hommes et des femmes de differentes nationalités, malheureusement nous avons peu de femmes actifs mais notre prochaine action sera aussi de mobiliser le plus de femmes et de leurs faire sortir sur la route. On s`est battus les dernières quatres mois au protest camp a Sendlinger Tor jusqu`au protest marche a Nürnberg mais hélas le combat est loin d`être gagné et nous n`envisageons pas de laisser tomber. Cependant nous avons decidé de pursuivre en mobilisant le plus de refugiés possible parce que, on le dise ou non, la situation est devenu plus pire si je ne peux dire terrible. Cette mobilisation commencera de Munich, Landshut, Nürnberg, Würzburg etc. et pour réussir cette mission on a encore besoin de vous bennevole hommes et femmes de bonne volonté qui succeptible à la cause des refugiés un soutient financier pour pouvoir nous procurer des billets de tansports, du carburants pour le transport mais aussi pour les repas quotidiennes. On a vraiment besoin du soutient de tout le monde certes nous serons dans les quatres mois â venir sur les camps et un peu partout a mobiliser, mais avec votre soutient c`est comme si vous êtes tous les jours présents â nos côtés.

 

Les dons représentent et contact e-mail pour renseignements:


Nom du compte: Refugee Struggle for Freedom
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE69 4306 0967 8238 0245 00


Daily Resistance Zeitung - Non-Citizen Rise Up in Bavaria

Daily Resistens was ist das

Unsere Freund_innen vom Daily Resistance Kollektiv veröffentlichten die Spezialausgabe "Non-Citizens Rise Up in Bavaria". Diese dokumentiert mittels doppelseitigem Poster und Artikeln unser Protest-Camp am Sendlinger Tor, den Protestmarsch von München nach Nürnberg, sowie den Hungerstreik und die Baumbesetzung am Sendlinger Tor von Sommer bis Herbst 2016. Mit dabei sind Comics, welche erklären, wie Abschiebungen verhindert werden können. Hier geht es digital zu den in zehn verschiedenen Sprachen.

Turce Stop Dep Promo

Die Spezialausgabe ist erhältlich in 7 verschiedenen Sprachen: , , , , , und / .

French Promo Daily Resistance  Daily Resistance Poster  Farsi Daily Resistance Promo

Was und für wen ist Daily Resistance?

Daily Resistance ist eine periodisch erscheinende Zeitung. Die Artikel werden von geflüchteten Aktivist_innen verfasst. Ebenso ist die Zeitung hauptsächlich für Menschen, die in den Lagern leben. Das Kollektiv von Daily Resistance will über die aktuellen Formen von Widerstand informieren und die Menschen im Lager für ihren eigenen alltäglichen Widerstand empowern.

Daily Resistance sucht Menschen, die in die Lager gehen oder dort wohnen und die Zeitungen verteilen oder auch an anderen Stellen auslegen. Zum Bestellen der Zeitung kannst du eine Mail schicken an: [email protected]

Nähere Infos findest du:

Für Oury Jalloh

 

( La versione française se trouve en bas.)

Dieser Tag ist Oury Jalloh zu Ehren gewidmet, dem jungen Märtyrer, der in der Blüte seines Lebens unter den Händen der Justiz zu Grunde gegangen ist, deren Aufgabe es eigentlich wäre, für seine Sicherheit zu sorgen. Er ist umgekommen, weil er das Pech hatte, schwarz geboren zu sein. Er hatte das Pech, sein Heimatland verlassen zu haben, ohne die Gefahren der anderen Seite erkannt zu haben. Aber um die Wahrheit zu sagen, wie viele Oury Jallohs gibt es auf dieser Welt? - Zu viele, überall.

Schaut Euch den größten demokratischen Staat dieser Welt an, die USA. Jeden Tag hören wir: Afroamerikaner_in, ermordet von der Polizei. Afroamerikaner_in, abgeschlachtet von der Polizei. Und wer weiß wie viele Oury Jallohs es unter uns hier gibt und wer von uns das nächste Opfer sein könnte? Lasst uns niemals glauben, wir können uns nun in dem Frieden ausruhen, denn wer nichts tut, um ihre_seine Situation zu verbessern, hat nicht das Recht, sich über ihr_sein Schicksal zu beklagen. Lasst uns nicht uns selbst täuschen. Nur durch den Kampf können wir etwas erreichen. Wer soll diesen Kampf für uns führen, wenn nicht wir selbst? Niemand, keine NGO, keine Regierung. Selbst unsere Staatschefs nicht, denn sie sind zu sehr damit beschäftigt, Geld anzuhäufen, bevor ihre Amtszeit vorbei ist und Wege zu finden, länger an der Macht zu bleiben.

Lasst uns niemals aufgeben, lasst uns niemals den Kampf aufhören, lasst uns niemals schlafen. Für Oury Jalloh. Für alle namenlosen Opfer von rassistischer Aggression und der Justiz.

*****

Ce jour est spécialement consacré en l'honneur de Oury Jalloh, ce jeune martyr au fleur de l'age qui a péri aux mains de la justice, qui devait lui apporter la securité. Il a péri parce'que il a eu le malheur d'être né noir. Il a eu le malheur de quitter son pays natale sans se soucier des dangers de l'autre côté. Mais à vrais dire, combien de Oury Jalloh y'a t'il dans le monde? - C'est trop, partout.

Regardez dans la democratie la plus grande au monde, les USA. Chaque jour l'on entends: Afroamèricain(e) tué par la police. Afroamèrican(e) abbatu par la police. Et qui sais combien de Oury Jallohs est parmis nous ici et qui de nous sera la prochain victime? Ne croyons jamais avoir la paix en dormant, car celui qui ne fait rien pour améliorer sa situation n'a pas le droit de se lamenter sur son sort. Ne nous trompons pas. Il n'y a que par le combat. que nous pouvons aboutir à quelque chose. Qui le fera à notre place si ce n'est nous même? Personne, ni ONG, ni gouvernement. Même pas nos propres chefs d'états car ils sont trop occupés à amasser de l'argent avant leurs départs ou des moyens de rester plus longtemps aux pouvoirs.

Ne baissons jamais la main, ne jamais cesser de combattre, ne dormez jamais. Pour Oury Jalloh, pour toutes ces victimes que l'on ne peut identifier, les victimes d' agression raciste et de la justice.

Vom Wind als unserem Begleiter zum Abschiebeknast in unseren Köpfen. Rückblick auf zwei Monate Protest

 (La versione française se trouve en bas.)

Jetzt ist es an der Zeit auf unsere Aktionen der letzten zwei Monaten zurückzublicken, um zu sehen, wo die Erfolge waren und wo wir unnötig unsere Energie verschwendet haben. Es ist die Zeit der Wahrheit.

Ich habe an der Demonstration am 07.09.2016, mit der unser  Protest seinen Anfang nahm, nicht nur als Mitglied der Bewegung Refugee Struggle for Freedom, sondern auch als Person, als Mensch teilgenommen. Als Mensch gehöre ich zu dieser Welt, aber diese Welt gehört niemanden, sie wurde nicht von Menschen erschaffen. Ihr könnt über Grenzen und illegale Einreise reden, aber was ist mit der Ausbeutung unserer Bodenschätze, was ist mit den Marionetten westlicher Politik, die unsere Staaten regieren, was ist mit all dem, was unser ist, uns aber nicht gehört?  Niemand erwähnt das, niemand. Wir werden wie Objekte benutzt, wenn man uns braucht – zum Beispiel als billige Arbeitskräfte oder als gesellschaftliche Sündenböcke. Wenn man uns aber nicht mehr braucht, werden wir zum Elend der Welt.

Am Sendlinger Tor habe ich mich sehr integriert gefühlt, weil wir zusammen das Leben außerhalb der Lager erleben durften, mit Unterstützer*innen und Menschen mit guten Absichten. Obwohl wir auch mit Nazis und Anderen mit weniger guten Absichten konfrontiert waren, war es auf jeden Fall besser, als in den Lagern eingesperrt zu sein.

Der Weg nach Nürnberg hat mich und viele anderen wieder zum Leben erweckt. Wir konnten die Natur spüren, weit weg von allem, mit dem Wind als Begleiter, der keine Grenzen und auch keine Staatsangehörigkeit kennt. Er hat uns durch deutsche Städte geführt und es war, als ob wir über Grenzen gingen. Wenn die Welt so sein könnte! Sie ist für uns Menschen erschaffen worden. Vögel haben keine Grenzen, aber wir Menschen, obwohl wir einen denkenden Verstand besitzen, entziehen wir anderen Menschen das Recht auf Bewegung, auf freie Wahl des Aufenthaltsorts und so entsteht Angst vor Repression und Festnahme.

Nach unserer Rückkehr aus Nürnberg haben wir den Hungerstreik angefangen. Es war für uns die einzige Möglichkeit. Es war sehr hart, weil viele von uns krank sind. Trotz ihrer Krankheit haben sie beim Hungerstreik mitgemacht, auch wenn dies ihrer Gesundheit geschadet hat.
Am fünften Tag haben wir angekündigt, am Tag darauf auch auf das Trinken zu verzichten. Am Nachmittag kam unerwartet die Polizei mit 600 Polizisten, um den Hungerstreik zu beenden. Manche von uns sind da geblieben, wo sie waren, andere sind auf die andere Straßenseite gegangen und auf Bäume geklettert. Wir, die geblieben sind, wie hätten wir uns gegen 600 Polizisten wehren können? Wir, nur 60 Asylbewerber*innen am Ende ihrer Kräfte.

Von der anderen Straßenseite konnte ich die Schreie meines Freundes hören, der die Tritte der Polizei abbekommen hat. Zusätzlich zu der brutalen Auseinandersetzung mit der Polizei erwartet jeder von denen, die auf den Bäumen waren, eine hohe Geldstrafe.

Wir hätten wissen können, dass der polizeiliche Angriff, also die Räumung des Hungerstreikes, die darauf folgende Repression plötzlich kommen würde. Wir hätten wissen können, dass wir als Schuldige für alle Probleme aller hingestellt werden würden, aus dem einzigen Grund, dass wir es gewagt haben gegen die deutschen Behörden zu protestieren. Gegen die Behörden, die uns vernichten möchten und auch seit langem bereits vernichtet haben. Es wird immer gesagt, dass Solidarität gelebt werden muss. Wir haben darauf geantwortet. Wir haben an der Seite von Gewerkschaften und gesellschaftlichen Gruppen gekämpft, ohne etwas im Gegenzug zu erwarten. Jetzt brauchen wir Sie. Mögen Sie uns nun zur Seite stehen!

Ich habe meine persönlichen Probleme, aber sie sind nichts im Vergleich zu dem Leid, das meine Schwestern und Brüder täglich erfahren. Sie haben Angst, ihr Leben in einem anderen Land von Null wieder anzufangen. Sie haben Angst, abgeschoben zu werden und mit ihrer Vergangenheit konfrontiert zu werden. Und tatsächlich wurde in den letzten Wochen ein Bruder von uns nach Afghanistan abgeschoben und einer in den Senegal, ein anderer hat aus Verzweiflung das Land selbst verlassen. Sieben weitere Freunde wurden in das Abschiebelager nach Bamberg gebracht.

Aber schon bevor wir in Gefängnisse und Abschiebelager eingesperrt werden, leben wir in einem modernen Gefängnis. Der Abschiebeknast in unseren Köpfen, der uns jeden Tag begleitet und in uns arbeitet, ist der schlimmste. Was ist unser Vergehen? Was haben wir getan? Ist es ein Verbrechen, dem Krieg, dem Elend, der Armut, der Gewalt entkommen zu wollen? Ist es gerechtfertigt, uns deshalb aus allen Systemen auszuschließen?

Wir, Menschen aus dem Globalen Süden, sind die Opfer und Sündenböcke aller Zeiten. Wir wurden als Sklaven verkauft, gezwungen in den beiden Weltkriege für die Befreiung Europas zu kämpfen, wir wurden kolonialisiert und geplündert. Unsere Lebensfreude ist aber stärker als alle Demütigungen, die wir in der Vergangenheit und bis heute noch erfahren. Es ist für Euch vielleicht schwierig uns und unseren Schmerz zu verstehen, unsere Stimmen zu hören, unser Kampf und Motto „Freiheit - liberté, kein Mensch ist illegal“ nachzuvollziehen. Wir möchten nicht wie Tiere in Abschiebelager eingezwängt und gefüttert werden, wir möchten ein vollständiger Teil dieser Gesellschaft sein, wir möchten das Recht haben, uns zu bewegen, wo wir hin möchten, wir möchten das Recht auf Bildung aber auch das Recht auf Arbeit haben. Auch, wenn wir diese Rechte genießen, werden noch Ungerechtigkeiten in der Welt bestehen. Wie der Kampf von Frauen gegen Geschlechterungleichheit. Deswegen werden wir weiter kämpfen.  Die Wahrheit ist, dass eine Aufenthaltsgenehmigung nicht die Lösung unserer Probleme ist. Es ist nur der Anfang des Kampfes gegen Ungerechtigkeiten aller Art.

Zum Schluss möchte ich euch noch sagen, dass wenn man die Grenzen öffnet, bekommt die Weltbevölkerung ihr angeborenes Recht auf Bewegungsfreiheit wieder zurück. Dafür müssen wir aber erst unsere Herzen öffnen und von Kolonialismus, Rassismus und Belanglosigkeiten wie Geld und Macht befreien.

 

*****

 

Du vent comme notre compagnon aux centres d'expulsion dans nos têtes.

Rétrospective sur deux mois de protestes

Le moment est venu de faire le point sur notre combat des deux derniers mois, de savoir où on a réussi et sur quoi on a perdu notre temps. C´est le moment de vérité.

J´ai pris part à la manifestation du 07.09.2016 qui a marqué le début de nos actions de protestation non seulement en tant que membre de Refugee Struggle for Freedom mais en tant que personne, en tant qu´être humain, mais surtout parce que j´appartiens à ce monde qui n´appartient à personne et que personne n´a contribué à sa création. Vous pouvez parler de frontières ou d´entrées illegales, mais qu´en est-il de la surexploitation de nos ressources naturelles, qu´en est-il des politiciens occidentaux, marionnettes régissant nos pays et qu´en est-il de tout ce qui existe et qui ne nous appartient pas? Personne n´en parle, personne, parce qu´on nous utilise comme des objets quand on a besoin de nous - par exemple comme main d´oeuvre bon marché ou comme bouc émissaire des conflits sociaux.  Mais quand on a plus besoin de nous, on devient la misère du monde.

A Sendlinger Tor, je me sentais très intégré parce qu´on a pu vivre les réalités de la vie en dehors des camps avec des gens de bonnes volontés qui nous soutenaient. Même si nous avons eu à faire á des nazis et autres faiseurs de troubles, c´était mieux que d´être enfermés dans les camps.

La route à pied jusqu´à Nürnberg m´a fait revivre ainsi que beaucoup d´autres. On a pu savourer la nature, loin de tout, avec le vent pur, qui, lui, ne connait ni race, ni nationalité et qui nous a guidé avec son souffle rythmique à travers les villes d´ Allemagne. En traversant ces villes, c´était comme si nous traversions des frontières. Si le monde pouvait être comme ça! Car tous les bienfaits du monde sont crées pour les humains. Les oiseaux ne connaissent pas de frontières mais nous, êtres humains dotés d´une conscience, nous privons d´autres êtres humains de leur droit de bouger, d´aller et de venir librement et cela entraine la peur d´être arrêté ou maltraité.

A notre retour de Nürnberg, on a dû entamer la grève de faim parce que c´était le seul moyen de se faire entendre. C était très plus dur parce qu´il y a beaucoup de malades parmi nous qui, malgrès leurs maladies, ont fait quand même la grève de la faim alors que ça pouvait nuire d`avantage à leur santé. Le cinquième jour, nous avons annoncé que le lendemain, nous arrêterions aussi de boire. L´après-midi même, la police est arrivée subitement avec 600 policiers pour mettre fin à notre grève. Certains d´entre nous sont restés sur place, d´autres sont allés de l´autre côté de la rue et sont montés dans les arbres. Nous qui étions restés sur place, comment aurions-nous pû résister face à 600 policiers? Nous, 60 refugié(e)s à bout de forces?
De l´autre côté de la rue, je pouvais entendre les cris de mon ami qui avait reçu des coups de pied des policiers. Et comme si la répression brutale de la police ne suffisait pas, chaque réfugié s´étant réfugié dans les arbres sera passible d´une amende très élevée.

On devait s´y attendre que la police arriverait soudainement pour mettre fin de façon brutale à notre grève de la faim, on devait s´y attendre d´être pris comme responsable pour tous les problèmes des autres, simplement parce qu´on s´est opposé à toutes ces institutions allemandes qui veulent nous détruire ou qui nous ont déjà détruit depuis bien longtemps. On dit toujours que la solidarité doit se vivre ensemble. C´est ce qu´on a fait. On s´est battu aux côtés de syndicats et de groupes sociaux indépendants sans rien demander en retour. Maintenant nous avons besoin de vous. Alors, aidez-nous!

J´ai mes propres problèmes, mes propres soucis mais ce n´est rien par rapport aux difficultés quotidiennes que rencontrent mes frères. Ils ont peur de recommencer leur vie à zéro dans un autre pays. Ils ont peur d´être expulsés et d´être confrontés à leur passé. Et cette peur est bien fondée. Un de nos frères a été expulsé en Afghanistan, un autre au Sénégal, un 3ème a quitté le pays par ses propres moyens et 7 autres ont été transférés dans le camps de Bamberg.

Même si nous ne sommes pas dans des camps de rétention afin d´être expulsés, nos pensées et la peur quotidienne est pire qu´une prison moderne. Qu´avons-nous fait? Quel est notre péché? Est-ce un crime de fuir la guerre, la misère, la pauvreté, la répression? Mérite-t´on cette condamnation et l´ exclusion de tous les systèmes?

Nous, les gens du Grand Sud, nous sommes les victimes et les boucs émissaires de tous les temps. Nous avons été vendu comme esclaves, emmenés de force dans la libération de l´Europe pendant les deux guerres, colonisés et dépouillés et pourtant notre joie de vivre est plus forte que tout ce mal qu´on nous a fait subir par le passé et que nous subissons encore aujourd´hui. Vous avez peut-être du mal à vous mettre à notre place, à écouter nos voix, à sentir notre souffrance, à comprendre notre combat „Freiheit - liberté, kein Mensch ist illegal“. Nous ne voulons pas être concentrés dans des camps comme un troupeau que l´on abreuve, nous voulons faire partie intégrante de la société  avec le droit d´aller et de venir, le droit à l´éducation mais aussi le droit de travailler. Nous savons tous qu´avec tous ses droits il restera encore des inégalités visibles aux yeux de tous. Comme le combat des femmes face aux inégalités sexuelles. C´est pourquoi nous continuerons de nous battre. La vérité est que le fait d´avoir un titre de séjour ne veut pas dire qu´on est tiré d affaire. Au contraire, ce n´est que le début du combat face aux inégalités.

Pour terminer, je veux vous dire que laisser les frontières ouvertes, c´est redonner à l´humanité son droit à la libre circulation partout sur terre, mais tout d´abord ouvrons nos coeurs et libérons les du racisme, du colonialisme et des futilités de ce monde tel que l´argent et le pouvoir.

Afghanistan is Not Safe! Abschiebungen stoppen!

Ein Aktivist von Refugee Struggle For Freedom wurde zusammen mit vielen anderen Menschen am Mittwoch, den 14.12.2016 nach Kabul, Afghanistan abgeschoben. Die deutsche Regierung geht davon aus, dass Afghanistan ein sicheres Herkunftsland sei. Hierbei wir systematisch die in Afghanistan aktive Terrorgruppe Taliban, Bombenanschläge sowie der anhaltende Kriegszustand missachtet.  Bundesinnenminister de Maizière versucht durch anhaltendes Wiederholen eine Wahrheit daraus zu machen, dass Afghanistan sicher sei und blendet hierbei die Berichte über die Sicherheitslage aus. Mitarbeiter des BAMFs wissen, es wird abgeschoben, nicht weil Afghanistan sicher ist, sondern weil es politisch gewollt ist. () Selbst als de Maizière Ende Januar 2016 in Kabul zu Besuch war und wenige Kilometer neben ihm eine Bombe detonierte, fuhr er – motiviert durch Rassismus – gebetsmühlenartig mit der Wahnvorstellung fort, Afghanistan sei sicher.

Die Schickeria München schreibt diesbezüglich in Solidarität mit den abgeschobenen Menschen „Bevor Afghanistan sicher ist, regiert "die Linke" Bayern.

BEvor Afghanistan sicher ist, regiert die Lhnke Bayern von Schickeria

34 Menschen, von geplanten 50, wurden abgeschoben. Alle anderen konnten sich selbst sowie durch Unterstützung vorläufig davor bewahren. Doch schon in wenigen Tagen soll es weitere Sammelabschiebungen geben.

 

In Frankfurt, an jenem Flughafen, an welchem der Charterflug startete, demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen die Sammelabschiebung. In München demonstrierten wir ebenfalls – nahezu sprachlos vor Trauer und Wut auf diesen menschenverachtenden Staat.

Demo München Stop Deportation to afghanistan

Selbstorganisierte Zusammenschlüsse, Menschenrechtsbeauftragte der Regierung, große Teile der Bevölkerung, etc. kritisieren die Abschiebungen – durchgeführt werden sie dennoch.

Kampagne gegen Abschiebungen nach Afghanistan: Not Safe!

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