85 hungerstreikende Geflüchtete am Sendlinger Tor Platz in München für Bleiberecht

München, 02. November 2016

Pressemitteilung: 85 hungerstreikende Geflüchtete am Sendlinger Tor Platz in München für Bleiberecht

„Der Kampf geht weiter. Gerade haben wir mit der dritten Phase unseres Protestes angefangen, welche bedeutet: Hungerstreik.“ (Quelle:  )

Seit dem 31. Oktober sind wir, 85 geflüchtete Menschen am Sendlinger Tor Platz in München in den Hunger Streik getreten. Bis auf Wasser nehmen wir keine Nahrung zu uns. Unser Protest-Camp befindet sich an selbigem Ort, an welchem wir uns auch am 07. September 2016 nach unserer Non-Citizens Konferenz für einen Monat niederließen. Am 08. Oktober 2016 ist unser Protestmarsch von diesem Platz aus Richtung Nürnberg losgezogen. All diese Proteste samt ihrer Demonstrationen hatten und haben das Ziel Bleiberecht zu erwirken!

„Heute ist der dritte Tag unseres Hungerstreiks, etwas wovor wir zögerten zu tun, aus Respekt vor der Religion, aus Respekt vor unserem Körper, aber auch aus Respekt vor dem Geschenk des Lebens, welches wir hier auf der Erde genießen konnten. Es ist kein Spiel, wie mich eine Journalistin fragte, es handelt sich um eine Frage von Leben oder Tod, und in jedem Falle haben wir kein Leben, und dieses Leben, unser Leben – wir haben nichts was kostbarer ist –  damit spielen die Autoritäten, sie lassen uns depressiv werden, psychatrisieren uns, alle krank von der Flucht, von der Schlaflosigkeit oder den stressbedingten Krisen.“ (Das Statement finden Sie in voller Länge  unter: )

Heute um 12:00 Uhr mittags musste der erste Notruf für einen Hungerstreikenden getätigt werden. Die Person wurde auf die Intensivstation gebracht.

Wir laden Sie ein, unter Angabe der Quelle, zu zitieren und das Bildmaterial (siehe unten) zu verwenden.

Bei Fragen oder Interviewanfragen kontaktieren Sie bitte:

01796099476 (deutsch)

017626679536 (deutsch, französisch, englisch)

015212935253 (englisch, deutsch)

 

Mit freundlichen Grüßen

Medien-Gruppe Refugee Struggle for Freedom

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Der Kampf geht weiter!

2ter November 2016, München

3ter Tag Hungerstreik am Sendlinger Tor

Am 31. Oktober 2016 geht der Kampf weiter, noch viel schöner. Gerade haben wir mit der dritten Phase unseres Protestes angefangen, welche bedeutet: Hungerstreik. Die erste Phase bestand darin, am Sendlinger Tor zu wohnen, um unsere Realitäten in den Lagern zu zeigen; schlafen, essen, fernsehen, auf die Toilette gehen, und alle zum Schweigen bringen, die behaupten, dass wir alles haben. Aber unsere Realität, unser Leben ist ein modernes Gefängnis, dies wollten wir zeigen. Aber wir wollten auch die Aufmerksamkeit auf die Politiker_innen lenken und auf die Autoritäten. Aber bedauerlicherweise kommt nichts von den Autoritäten zurück. Und da haben wir mit der zweiten Etappe angefangen, wir sind von München nach Nürnberg marschiert. Auf dem Weg haben wir mehr Menschen informiert, Flyer verteilt, waren im direkten Kontakt mit der Bevölkerung, aber auch und vor allem standen wir dem BAMF (Bundesamt für Migration und Flüchtlinge) gegenüber und seinen Bürokrat_innen, die vor ihren Kaffees und ihren Computern unsere Leben und unsere Hoffnungen von der Integration in eine Gesellschaft, deren Teil wir seit vielen Jahren sind, zerstören. Vom Moment an, als wir der Verfolgung, dem Krieg, der Korruption entflohen und das Unmögliche überquerten – nämlich das Meer, die Wüste und alle Gefahren, denen wir begegnet sind, um Sicherheit zu finden – mussten wir verstehen, dass die Realität leider eine andere ist.

Heute ist der dritte Tag unseres Hungerstreiks, etwas wovor wir zögerten zu tun, aus Respekt vor der Religion, aus Respekt vor unserem Körper, aber auch aus Respekt vor dem Geschenk des Lebens, welches wir hier auf der Erde genießen konnten. Es ist kein Spiel, wie mich eine Journalistin fragte, es handelt sich um eine Frage von Leben oder Tod, und in jedem Falle haben wir kein Leben, und dieses Leben, unser Leben – wir haben nichts was kostbarer ist –  damit spielen die Autoritäten, sie lassen uns depressiv werden, psychatrisieren uns, alle krank von der Flucht, von der Schlaflosigkeit oder den stressbedingten Krisen.

Ich frage mich, warum nicht ihnen unsere Leben anbieten und sie können darüber entscheiden, wie sie wollen.

Diese Situation kann nicht so bleiben wie sie ist, sie muss sich ändern und wir müssen das Notwendige tun, das getan werden muss, wenn es getan werden muss, weil wir nichts zu verlieren haben. Wirklich nichts, und wenn es tatsächlich nichts zu verlieren gibt, ist es eine Möglichkeit, die wir ergreifen müssen, also lasst uns sie nutzen.

Hunger Strike am Sendlinger Tor Platz, 31ter Oktober 2016

Heute kündigen wir wieder einen Hungerstreik mit 35 Personen am Sendlinger Tor an. Seit dem Abend sind wir 80 Personen.

Am 22. November 2014 haben wir genau an der gleichen Stelle einen Hungerstreik begonnen. Wir nahmen am Hungerstreik am Rindermarkt teil. Wir starteten am 12. März 2014 in Dingolfing einen trockenen Hungerstreik. Wir organisierten Info- und Protestzelte in verschiedenen Städten. Wir besetzten symbolisch am 4. Juli 2014 das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Wir haben am 17. Juli 2014 an der Besetzung des Fernsehturms in Berlin teilgenommen und am 21. Juli 2014 einen Hungerstreik am Brandenburger Tor gemacht. Auch besetzten wir, beginnend am 7. November 2016,  symbolisch den Sendlinger Tor Platz für ein Monat. Zuletzt starteten wir am 8. Oktober 2016 den Protestmarsch von München nach Nürnburg.

Die Geschichte unseres Protestes und unserer Kampagnen existieren nur, weil wir dieser Welt sagen wollen, dass "unser Leben wichtig ist". Wir sind Flüchtlinge, wir haben kein Recht in einer normalen Gesellschaft zu leben. Wir wurden gezwungen, unsere Herkunftsländer zu verlassen, wir wurden diskriminiert. Wir schreien, weinen und versuchen, der Welt zu sagen, was ist unser Fehler, warum wir in einer sehr niedrigeren Schicht der Menschheit sind? Wir sind Menschen! Was ist unsere Forderung, was ist unser Ziel? Kein Leben als Gefangene, kein Leben als Sklaven. Wo ist Gerechtigkeit, wo ist die Menschlichkeit der Menschen aus dem Westen, wo ist die Gleichheit zwischen Farben, Kultur, Religion und Sprache? In welchem ​​Jahrhundert leben wir und mit welchen Einschränkungen? Und wie lange müssen wir in diesen Einschränkungen sein, 6 Jahre, 8 Jahre? Indem wir Flüchtling sind, verschwenden wir die wichtigste Zeit unseres Lebens. Verschwenden sie jeden Tag, Monat und Jahr in allen Ländern. Diese Jahre destabilisieren unser Leben und wir können keine Bildung und Integration erfahren. Unser Leben hat keine Bedeutung mehr. In dieser Zeit fordern wir nichts, was nicht unser Recht ist. Wir fordern nur grundlegende Menschenrechte.
Wir wollen leben! Wie viele Menschen müssen wir darum bitten? Wie viele Menschen sollen wir anfragen, bis unser Leben eine Rolle spielt? Wer antwortet auf unsere Fragen und ist für unsere "Lebenssituation" verantwortlich?
Wir sterben bereits jeden Tag in unseren eingezäunten und beschränkten Leben. Also lasst uns vor der Welt im Hungerstreik sterben!!!

Weil wir Menschen sind und diese Welt gegen die Menschlichkeit ist!!!
Denn wir wollen ein normales Leben leben. Weil, wir wollen "BLEIBERECHT".

Wir sind in Nürnberg

Obwohl das Wetter nicht immer auf unserer Seite war, obwohl wir nicht immer positive Reaktionen bekamen, obwohl wir rassistische Beleidigungen erhielten, obwohl unsere Schuhe und Kleidung nicht für einen Protestmarsch geeignet waren, obwohl zahlreiche Pressemeldungen ausblieben, obwohl ... Doch, was notwendig für diesen Kampf war, davon hatten wir genug.                                                                          Geduld und Wut

Hier ein Ausschnitt aus unsere Demonstration

Unsere Freund*innen vom Internationalen Frauencafe sowie viele andere solidarische Menschen empfingen uns am Zeppelinplatz!

Mit unserer gestrigen Demonstration in den Abendstunden erreichten wir endlich Nürnberg. 

 

Videos Protest March & Sendlinger Tor

"No border, no nation", Protest March day 7

 

"Germany is a country where a lot of refugees go and search for support because we always thought that this country knows what human rights are."
Sendlinger Tor
(English subs)

 

"We will rise", Protest March day 7

Kilometer für Kilometer

17ter Oktober 2016, Parsberg - Neumarkt

10ter Tag Protest Marsch

[francais]

Rien que de marcher sur des routes, destinées normalement aux voitures, à des longueurs de kilometres donne, en quelque sorte, au groupe un sentiment de liberté qui y est palpable alors que celui-ci n'a pas encore atteint Nürnberg. N'oublions pas que la pluspart des gens qui sont dans ce Protestmarsch ont déjà beaucoup marché pour fuire la repression, terorisme, discrimination ect. Et cette fois nous marchons pour le respect de notre liberté et de nos droits humains.

[deutsch]

Kilometer für Kilometer nur auf den Straßen zu laufen, die eigentlich für Autos bestimmt sind, gibt uns ein besonderes spürbares Gefühl von Freiheit, ohne dass wir überhaupt Nürnberg erreicht haben. Lasst uns nicht vergessen, dass viele von uns, die auf dem Protestmarsch laufen, bereits Tausende von Kilometern hinter sich gelegt haben, um vor Repression, Terrorismus und Diskriminierung etc. zu flüchten. Und dieses Mal sind wir wieder auf der Straße für eine Anerkennung unserer Freiheit und unserer grundlegenden Menschenrechte.


 

 

Zur richtigen Zeit gegen den tief verankerten Rassismus in Staat, Politik und Gesellschaft

17ter Oktober 2016, Parsberg - Neumarkt

10ter Tag Protestmarsch

Wir als eine politisch selbstorganisierte Gruppe der Non-Citizens brachen am 8ten Oktober nach Nürnberg auf. Das ist der Protestmarsch der Non-Citizens im Jahr 2016. Unser Protestmarsch ist der Kampf der stimmlosen und ausgeschlossenen, die nicht mehr so weiter leben wollen. Wir sind durch viele Länder und haben tausende Kilometer hinter uns gelassen. Jetzt müssen wir auch hier marschieren, damit wir als Menschen anerkannt werden. Wir sind hier noch nicht als Menschen anerkannt, wir sind in den Augen des deutschen Staates nicht würdig hier als Menschen zu leben. In Nürnberg werden wir vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) protestieren, wo über unsere Asylanträge entschieden wird. Wir werden weiterhin von Unterkunft zu Unterkunft gehen und die Menschen zum Aufstand der Unterdrückten aufzurufen. Dieser Zustand in Deutschland ist nicht annehmbar, nicht zu verbessern. Wir müssen diesem Zustand ein Ende setzen und Besseres schaffen.

Unsere Ideen und Vorschläge gelten für alle Menschen, die mit uns für ein besseres Leben ohne Rassismus, Sexismus, Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen wollen. Wir können diese ganzen Probleme nicht lösen, aber wir wollen mit unseren Aktionen bestimmte Ideen und Vorschläge einbringen. Wir, als Personen mit direkter Erfahrung von diesen vielen Probleme, wissen, dass wir sie nur gemeinsam lösen können. Also ein gemeinsamer Kampf muss dringend aufgebaut werden. Wir können tatsächlich etwas erreichen, wenn wir strategisch vorgehen. Was meinen Wir damit? Wir sind Ausgeschlossen von Bildung, von Arbeit, also letztendlich von der Gesellschaft. Wir können den Zugang zur Gesellschaft nur erkämpfen. Z.B. müssen wir  für unseren Kampf um Arbeitsrechte  die Gewerkschaften und Belegschaften gewinnen. Wir müssen Studierende, Schüler*innen, und Lehrer*innen für unser Recht auf Bildung gewinnen. Wir haben uns als aktives kämpfendes Subjekt eingemischt und treten weiterhin in Bündnisse mit politischen Gruppen und Organisationen, um gegen weitere Verschärfungen von Gesetzen, wie das sogenannte bayerische Integrationsgesetz oder den Gesetzesentwurf von de Maiziére sowie gegen die bestehenden Asylgesetze zu kämpfen.

Also wir brauchen keine Politik der Isolation, sondern wir fordern einen gemeinsamen Kampf mit allen Unterdrückten und arbeitenden Menschen gegen die kapitalistischen Verhältnisse. Während Deutschland als imperialistische Macht in den anderen Teilen der Welt mit Waffenverkauf und Unterstützung der reaktionären Regime Kriege und Krisen verursacht, gehen in Deutschland Rassist*innen auf die Straße, welche dafür sorgen wollen, dass Deutschland eine Burg mit imperialistischen Privilegien bleibt. Schluss mit deutschem Waffenexport und deutscher Unterstützung der reaktionären Regime.

Zurzeit will die Regierung die Menschen noch mehr spalten und diskriminieren. Es ist eine Lüge, dass lediglich die AFD den Rassismus in Deutschland verkörpert. Der Rassismus in Deutschland ist bereits tief verankert. Er sitzt im Staat, in der Regierung, in Politik und Gesellschaft.

Dem entsprechend bringt Bundesinnenminister de Maiziére einen weiteren Gesetzesentwurf zur erneuten Asylgesetzverschärfung ein. Menschen sollen nicht (mehr) über ihre bevorstehende Abschiebung informiert werden. Auch sollen unter anderem mehr Menschen in Abschiebehaft genommen werden. Desweiteren sollen alle Menschen ausreisepflichtig werden, welche nicht ihren Pass vorlegen oder ihre Nationalität angeben. Fast alle geflüchteten Menschen haben bei ihrer Ankunft keine Papiere mehr, dass heißt diese rassistisch agierende Regierung keine Geflüchteten mehr aufnehmen möchte, bzw. schnell abschieben will.

Auch das bevorstehende bayerische Integrationsgesetz zeigt uns klar, wie der Rassismus im Parlament funktioniert. Es wird dort ohne Non-Citizens über sie gesprochen. Endlich muss das allgemeine Wahlrecht her, damit alle Menschen wählen können, die in Deutschland leben. Fernen fordern wir ein Arbeitsrecht für alle. Die Non-Citizens werden dazu gezwungen für weniger als 1 Euro zu arbeiten und werden dadurch zu Lohndrücker*innen auf dem Arbeitsmarkt. Das spaltet die Belegschaften, arbeitende Menschen und die Gesellschaft, dadurch entsteht noch mehr Rassismus.

Spätestens jetzt muss klar sein, dass unser Protest zur richtigen Zeit stattfindet. Die Zustände für uns werden immer schlimmer und schlimmer, sodass wir nicht mehr länger zusehen können.

Wir wollen mit unseren gemeinsamen Aktionen die Forderung nach Bleiberecht und gleichem Recht für alle Menschen erreichen.

 

Fünf Grenzen

15ter Oktober 2016, Hemau
7ter Tag Protest Marsch

Heute sind wir also auf dem Weg nach Nürnberg. Wir haben gerade fünf Städte durchquert. Es ist, wie wenn wir fünf Grenzen überschritten hätten, eine nach der anderen. Vom Leiden bis hin zur Leichtigkeit haben uns die einen bequem empfangen, andere wiederum wollen nicht einmal unsere Stimmen hören, indem sie uns am anderen Ende weit weg von der Stadt isolierten, wie in Freising und Moosburg. Es ist, wie wenn sich die Geschichte mehr und mehr wiederholen würde.

In der Vergangenheit waren unsere Vorfahren Sklaven, unsere Großeltern, die den ersten und zweiten Weltkrieg erlebt haben, wurden mit Gewalt gezwungen, in den Einheiten der Tiraileurs Sénégalais (Senegalschützen) zu kämpfen. Sie haben der Welt geholfen, sich von der Invasion der Nazis zu befreien, aber selbst hatten sie unglücklicherweise das Unglück, das zu verlangen, was ihnen zusteht. Sie wurden im Lager Thiaroye (Senegal) in Massen niedergemetzelt, und wir sind es heute, ihre Enkel und Enkelinnen, die für unsere Würde kämpfen, für unsere Existenz, für die Bewegungsfreiheit, vor allem aber für  Bildung.

Ist es zu viel verlangt lernen zu können, wann man es will, ist es zu viel verlangt, arbeiten zu können, wenn man das Vermögen und die Kraft dazu hat, und von niemandem abhängig zu sein, ist es im 21. Jahrhundert zu viel verlangt für Freiheit und Leben zu kämpfen, und was bleibt dann vom Kampf der von Ghandi und Martin Luther King und all den anderen geführt wurde? Die Welt gibt es nicht erst seit heute, und wird nicht morgen enden. Öffnen wir unsere Herzen, seien wir solidarisch zueinander, und hört zu, fürchtet euch nicht, nehmt es ernst, nehmen wir es ernst, weil sich Nachbarn immer über den Weg laufen werden, ob sie es wollen oder nicht.


Français

Cinq frontières

Nous voilà aujourd’hui encore en route vers Nürnberg. On vient de traverser cinq villes. C’est comme si on venait de traverser cinq frontières les uns aux autres. De la souffrance à la légèreté les uns nous accueillent confortablement mais certains ne veulent même entendre nos voix, en nous isolant au fond loin de la ville, comme Freising et Moosburg. C’est comme l’histoire se répétait de plus en plus.

Dans le passé, nos ancêtres étaient des esclaves, nos grands-parents, qui ont vécu la première et la deuxième guerre mondiale, ont été contraints par la force de combattre dans les unités des Tirailleurs Sénégalais. Ils ont aidé le monde à se libérer de l'invasion des nazis, mais eux-mêmes ils avaient malheureusement le malheur de demander ce qu'ils ont droit. Ils étaient massacrés en masse dans le camp de Thiaroye (Sénégal), et aujourd’hui c’est nous , leurs petits-fils et petites-filles qui se battent pour notre dignité, pour notre existence, pour la liberté de circulation, mais surtout pour l'éducation.

Est-il trop demandé d’étudier quand on le veut est-il trop demandé de travailler quand on a la capacité et la force, et de ne pas dépendre de personne, est-il trop demandé au 21ième siècle, de se battre pour la liberté à la vie, sinon que serait-il du combat mené par Gandhi, Martin Luther King et autres. Le monde ne date pas d’aujourd’hui et ne finira demain. Ouvrons nos cœurs, soyons solidaires les uns aux autres et écoutez, ne pas fuir, assumez, assumons, car les voisins qu’ils le veulent ou non se croisent toujours.

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