Wir sind unermüdlich

15ter Oktober, Hemau
7ter Tag Protest Marsch
 
Heute hat unser Protestmarch einen sehr langen und hügeligen Weg hinter sich gelassen. Einen Weg wie unsere Leben. Es ging bergauf und bergab ohne, dass wir Einfluss nehmen konnten. Mit unserem Marsch haben wir entschieden nicht länger zuzuhören und zu ertragen was andere über uns sprechen und für uns entscheiden. Jetzt nutzen wir die Gelegenheit und sprechen für uns selbst!
Je mehr wir laufen desto lauter und stärker werden wir. Wir sind der Meinung das zwei Elemente für unseren Kampf notwendig sind. Wut und Geduld. Von beidem haben wir genug.
Die Wut nehmen wir aus den täglichen Diskriminierungen, die wir erfahren. Und geduldig gehen wir tausende von Schritte bis zu unserem Ziel - ein Bleiberecht für alle Menschen.
Kein Mensch ist illegal - Bleiberecht überall.
 
 
 

 

Illegalisierung unseres Protestes

14ter Oktober 2016, Regensburg

6ter Tag Protest Marsch

15:30 Uhr

Gerade beginnt die Demonstration solidarischer Menschen, die uns entgegenkommen wird, am Neupfarrplatz in Regensburg. An diesem Ort kämpften vom 11ten Juli bis 6ten September 2012 und vom 15ten Juli bis 21ten Juli 2013 Non-Citizens für bedingungsloses Bleiberecht.

Später treffen unsere beiden Demonstrationszüge zusammen. Allerdings werden wir dann trotz der eisigen Temperaturen draußen schlafen, auf dem Dultplatz. Wir hatten die Zusage einer Halle, die wieder zurückgezogen wurde, weil das Büro des Regensburger Oberbürgermeisters den Marsch als "illegale Aktion" wertete.

Dieses Vorgehen zeigt ein weiteres Mal, wie die Welt unsere Leben illegalisiert. Wir wurden immer gezwungen in der Sklaverei zu leben, als Menschen dritter Klasse. Trotz offizieller Anmeldungen und mehrerer Kooperationsgespräche wird unser Protest und somit auch unser Kampf für Freiheit und Würde illegalisiert. Natürlich ist in den Augen der Autoritäten unser Protest illegal, da Menschen motiviert werden, für ihr Recht zu kämpfen. Wir fordern, dass auch unsere Leben zählen sollen. Wir werden nicht länger schweigen.
Kein Mensch ist illegal. Bleiberecht überall.

Soli-Queerthing mit Teuglife Kane

Am Dienstag, den 11. Oktober, fand in der Glockenbachwerkstatt die Queerthing-Soliveranstaltung mit einem Konzert für Refugee Struggle for Freedom statt. Alle Spenden gehen an den Protest. Der Rapper Teuglife Kane International kam extra vom Protestmarsch für ein Konzert nach München.

Vielen Dank an Queerthing und an Teuglife Kane International für den Abend!

Soli-Queerthing mit Teuglife Kane International

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Tag 4: von Moosburg nach Landshut

11ter Oktober, Landshut
4ter Tag Protestmarsch

Unsere Freunde von THE VOICE schlossen sich in Landshut dem Protestmarsch an. ihre Stellungnahme in voller Länge. Sie schreiben:

"15 Flüchtlinge, die sich in The VOICE Refugee Forum Bayern organisiert haben, aus Dingolfing, Passau, Moosburg, Gottfriedingerschwaige, Loiching und Landau sind von Beginn an am Protestmarsch beteiligt. FlüchtlingsaktivistInnen von The VOICE Refugee Forum und von der Politschen Gemeinschaft der Flüchtlinge aus Thüringen, Kiel, Baden-Württemberg, Hamburg, Hannover, Berlin sowie Flüchtlinge aus anderen bayerischen Städten werden sich dem Protest in Landshut, Regensburg und Nürnberg anschließen. [...] Wir sind vereint gegen jede Form von kolonialem Unrecht und sozialer Ausgrenzung von Flüchtlingen und Menschen ohne Rechte in Deutschland. Wir sind in Solidarität mit dem „Refugee Struggle for Freedom“, denn ihre Forderungen sind auch unsere und der der Flüchtlingsprotest ist unser Kampf und der aller Flüchtlinge"


Vielen Dank an alle! Wir geben niemals auf.

  

  

  

  

  

  

Wir sind unermüdlich

09ter Oktober, Freising

2ter Tag Protest Marsch

"Wir sind unermüdlich", sagt eine unserer Aktivist*innen. Unermüdlich in unserem Kampf für unsere Menschenrechte, unermüdlich im singen und marschieren für unsere Freiheit.

Hier einige Eindrücke vom heutigen ProtestMarsch

 

VOICE Refugee Forum Bavaria nimmt am Protest Marsch teil. Ihr Statement in voller Länge finden Sie . "Wir verlangen ein bedingungsloses Residenzrecht - Stopp aller
Abschiebungen - Für Bewegungsfreiheit!!"

Hier Video-Statements von Aktivist*innen. Diese wurden noch am Sendlinger Tor aufgezeichnet.

 

 

Fotos finden Sie

Protest Marsch - Beginn

8ter Oktober 2016, München

33ter Tag am Sendlinger Tor

1ter Tag Protest Marsch

 

 

15:30 Uhr

Die Stimmung ist großartig. Wir laufen laut auf der Loepoldstraße und rufen unsere Forderung nach Bleiberecht und Freiheit aus! Mit dabei sind solidarische Menschen und die Kuhle Wampe München mit ihren Motorrädern vorne weg.

 

 

 

14:30 Uhr

Über 100 Menschen machen sich auf den Weg nach Nürnberg. Quer durch München laufen wir nach Garching, zu unserem ersten Zwischenstopp.

 

 

 

Ein Monat ProtestCamp - Aktuelles und Analyse

07ter Oktober 2016, München

32ter Tag am Sendlinger Tor

Hier ein aus der heutigen Pressekonferen.

"Wir sind politsche Geflüchtete. Wir mussten unsere Herkunftsländer verlassen, weil uns unsere grundlegenden Menschenrechte verweigert wurden. Geflüchtet meint, wir wurden dazu gezwungen unsere Länder zu verlassen."

 

Hier einige Eindrücke von der heutigen Demonstration durch München:

 

 

 

Morgen um 14:00 Uhr machen wir uns auf den Weg zum Hauptsitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge in Nürnberg. Als ersten Zwischenstopp werden wir  Abends Garching erreichen. Wir laden alle, vor allem unsere Schwestern und Brüder aus den Lagern ein, sich uns anzuschließen und unser Bleiberecht einzufordern!

Hier unser  entsprechendes MobilisierungsVideo in den Sprachen: englisch, malinka, wolof, französisch, türkisch, farsi und urdu.

Hier unsere Kontaktdaten:

English # 0152 10527280

Deutsch # 0152 12935253

Farsi # 0176 56952558

French # 0179 6532100

e-mail:

facebook.com/RefugeeStruggle

whats app: @refugeestruggle

 

Im Laufe des Monats konnten wir neben unseren vertrauten Genoss*innen neue solidarische Menschen finden, die uns darin unterstützen unseren Protest zu realisieren. Gleichwohl wir neue Freund*innen gefunden haben, bleiben bei uns Fragen zurück. Hier unsere Analyse:

 

Offener Brief an die Münchner Linke zur Einladung für politische Solidarität

Seit 7. September leisten die Non-Citizens am Sendlinger Tor einen Widerstand. Unser Widerstand basiert auf dem Prinzip der unabhängigen Selbstorganisierung in Fragen der Taktik und Strategie, die in den letzten Jahren bei den unterschiedlichen Kämpfen theorietisiert wurden. Unter Selbstbeschreibung als Non-Citizens verstehen wir uns nicht als Objekt, welches Mitleid von der Gesellschaft braucht. Im Gegenteil: Wir sind uns dessen bewusst, aus welchen Gründen wir uns in diesem Land befinden und deshalb handeln wir als kämpfende Subjekte. Unabhängig davon, unsere Theorie der Non-Citizens von 2012, war ein Versuch, eine historische Antwort auf den common sense zu geben, der unsere Identität nur auf Asylsuchende reduzierte.

Es war also eine Kritik an die Aktivist*innen und politischen Organisationen, die sich zwar als Unterstützer*innen der Geflüchtete bezeichneten aber in der Handlung paternalistisch wirkten. Denn sie besaßen in den Strukturen die Entscheidungsmacht darüber, wie die Geflüchteten als unterdrückte Objekte sich zu verhalten haben. Gleichzeitig war es ein Versuch, die aufkommende Bewegung der Geflüchteten zu charakterisieren. Denn in der Wahrheit, haben die Geflüchteten einen praktischen Kampf auf die Straßen getragen.

Der krisenhafte Zustand der linken Bewegung in Deutschland

Heute geht es darum, dass die Non-Citizens beginnen, sich mit den politischen Strömungen – besonders den antifaschistischen und antirassistischen –, die sich als Unterstützer*innen erklären, kritisch auseinanderzusetzen.

Solidarische Kritik dient unserer Meinung nach dazu eine grundlegende Kritik über die vorhandenen Verhältnisse zu eröffnen. Ein weiterer Aspekt ist, dass sie die Aktivist*innen, die sich fragen, was zu tun ist, darüber aufklärt.

Wir sind der Überzeugung, dass sich die Linke in Deutschland in einer großen Krise, bzw. in einem krisenartigen Zustand befindet. Er wird als Krise formuliert, doch mit Blick in die Geschichte, müssen wir leider sehen, dass diese Krise ein Zustand ist. Dieser Zustand manifestiert sich darin, einerseits autonome Zentren als befreite Insel im kapitalistischen Meer zu erkämpfen, andererseits den reformistischen und bürokratischen Apparaten als Wasserträger*innen zu dienen. Die Taktik, Schützengräben im Kampf gegen Ausbeutung und Unterdrückung zu erkämpfen, wurde leider zum strategischen Ziel. Doch in der revolutionären Geschichte wurden diese Schützengräben dafür genutzt, um erstens den Kampf gegen Kapitalismus zu organisieren, zweitens den Massen ihre ersten Erfahrungen mit Selbstorganisierung und -Verwaltung zu ermöglichen. Sie scheinen aber zufrieden zu sein, in den sogenannten Freiräumen unorganisiert und isoliert von Unterdrückten und Ausgebeuteten zu leben.

Es geht also darum, den krisenartigen Zustand der Organisierung aufzuzeigen. Die antifaschistische Handlung basiert bestenfalls darauf, die Demonstrationen der rechten Strömungen zu blockieren zu versuchen. Es ist eine revolutionäre Pflicht, die rechte Hetze zu bekämpfen. Doch der antifaschistische Aktivismus ist heute davon entfernt, über das Reagieren auf bestimmte rechten Aktionen hinaus gemeinsam mit Unterdrückten eine organisierte antifaschistische Form einzunehmen. Immer wieder werden wir mit dem Paternalismus konfrontiert, als wären wir Objekte, die einzig und allein vor der rechten Hetze zu schützen gelten. Wir kritisieren diese Haltung, weil sie eine beschränkte Perspektive anbietet und zur Erkämpfung der demokratischen Forderungen keine Handlungsfähigkeit besitzt.

„Die Solidarität muss politisch werden!“

Da der heutige Widerstand der Non-Citizens in München und auf dem Weg nach Nürnberg stattfindet, möchten wir von der allgemeinen Kritik an der linken in Deutschland zu spezifischer Auseinandersetzung mit der Münchner Linke und Antifa übergehen, da sie als unsere Ansprechpartner*innen gelten.

Seit dem Beginn des Protestcamps hängt an einem Zelt von uns ein großes Banner, das sagt, dass die Solidarität politisch werden muss. Wir sind der Überzeugung, dass diese Botschaft bisher nicht konkret verstanden wurde. Wenn auf Demonstrationen antirassistische und radikale Parolen ausgerufen werden, fragen wir uns, warum jetzt eine antirassistische Praxis keine Unterstützung bekommt. Wir kämpfen unter sehr schwierigen Bedingungen im Zentrum der neoliberalen und bürokratischen Ordnung, um für eine antirassistische Kampagne uns und die Unterdrückten zu organisieren.

Wo bleibt die Unterstützung in der Praxis? Wollt ihr solange warten, bis unser Protest wie in der Vergangenheit von der Polizei angegriffen wird, um eure spontane Demonstration zu organisieren und die „revolutionären Parolen“ aufzurufen? Isolation wird nicht nur von dem Staat mit Repression praktiziert, auch die passive und beobachtende Haltung der Linken kann der Isolation dem Weg ebnen. Die bisherige Erfahrung von uns ist, dass die rassistischen Kundgebungen mehr antifaschistische Aktivist*innen mobilisierten als unser Protest. Es mangelt bisher an logistischer, finanzieller und aktionsartiger Unterstützung. Beispielsweise die Genoss*innen aus der Orga-Struktur sind mit ihren Kapazitäten total überlastet, da die Aufgaben auf wenigen Schultern liegen.

Der Protestmarsch nach Nürnberg findet morgen, am 8. Oktober statt. Eine solche Protestaktion ist in unseren Augen von wichtiger Bedeutung, denn sie kann in gut organisierter Form Non-Citizens mobilisieren, Öffentlichkeit schaffen und uns direkten Dialog mit politischen Organisationen ermöglichen. Doch um eine solche Aktion zu organisieren, braucht es viel Kraft und Ressourcen, die wir aufgrund rassistischer Ausgrenzung von gesellschaftlichen Rechten mangelhaft besitzen. Doch die linken Citizens sind in der Lage, ihre Vorteile im Dienste einer antirassistischen Mobilisierung zu nutzen. Sie können gemeinsam mit Gewerkschaften und Parteien eine Kampagne für Anerkennung unserer demokratischen Forderungen organisieren. Die Gewerkschaften sind in der Lage, mit einem gut organisierten Generalstreik unsere Forderungen anerkennen zu lassen. Wir sind bereit, über die weiteren Aktionsformen zu diskutieren. Aber damit die Diskussion überhaupt stattfindet, brauchen wir die Bereitschaft der Münchener Linken.

Wir sind der Ansicht, dass der politische Aktivismus nur im Prozess der Organisierung ihr höchstes Stadium erreichen kann. Warten wir nicht auf einen Wunder, das uns von jeglicher Art der Unterdrückung und Ausbeutung befreien soll. Es ist dringende Aufgabe, in Zeiten des virulenten Rassismus und neoliberaler Offensive eine kämpferische Bewegung aufzubauen, die sich unter anderem für die demokratischen Forderungen der Unterdrückten einsetzt. Denn auch, wenn wir heute als Geflüchtete Zielscheibe der rassistischen Offensive sind, profitiert nur der kapitalistische Staat von den Angriffen. Die Geschichte hat uns gelehrt, dass der kapitalistische Staat uns nach Herkunft, Geschlecht, Religion etc. spaltet, um die Kontrolle zu übernehmen. Die Geflüchtetenfrage ist ein Produkt der neokolonialistischen und imperialistischen Interventionen.

Wir appellieren an die Linke, über den eigenen Rassismus zu reflektieren und gemeinsame Aktionen zu organisieren – sei es an den Universitäten, Betrieben oder Straßen. Wir müssen dem neoliberalen Rassismus gemeinsam entgegentreten.

Solidarische Grüße

München, 4ter Oktober 2016

28ter Tag am Sendlinger Tor

Unsere Solidarität geht an die ca. 350 fliehenden Menschen, die zusammen als #March of hope versuchen die geschlossenen Grenzen von Serbien nach Ungarn zu überqueren. Nach der Errichtung der Zäune entlang der serbisch-ungarischen Grenze, fordern sie die Öffnung dieser, um frei die Länder passieren zu können.

Hier ein Video und ein mit näheren Informationen.

 

Unsere Solidarität geht an die getreten sind, um gegen das Morden in Syrien zu protestieren. Wir unterstützen ihren Protest und deren weitere Forderungen, da wir uns ebenfalls gegen die Verschärfung der Asylgesetzte aussprechen und das Abschiebeabkommen mit der Türkei scharf kritisieren.

 

Unsere Solidarität geht an Geflüchtete, Schwarze Menschen und Menschen of Color, die in den Geflüchteten-Lagern Anschlägen ausgesetzt sind, die von Rassist*innen auf offener Straße attakiert werden und deren Moscheen in Brand geseteckt, beschmiert oder anderweitig angegriffen werden.

 

Unsere Solidarität geht an die Geflüchteten in Calais. Einer Stadt an der Grenze von Frankreich über den Euro-Tunnel nach England. Dort wird von staatlicher Seite versucht das selbstorgansierte Lager, der sogenannte "Dschungel" zu räumen. 

 

Unsere Solidarität geht an den, von der Polizei ermordeten geflüchteten Menschen in Berlin. Er ist nicht die erste Person of Color, welche vermittelt durch Rassismus seitens der Polizei und anderen staatlichen Organen ermordet wurde. Er wird, solange diese Gesellschaft sich nicht verändert, auch nicht der letzte bleiben. Die konstruierte, rassistische Kopplung von Schwarz und kriminell ist tief verankert. In Kombination mit ausbleibenden oder geringen Konsequenzen führt sie zu diesen Morden. Seien sie in den Vereinigten Staaten, an den EU-Außengrenzen oder hier in Deutschland.

Hier unser Solidaritäts-Video, welches auch auf der Demonstration in Dresden gegen die Einheitsfeierlichkeiten am 3.10.2016 abgespielt wurde.

Protestmarsch möglich machen! Geld umverteilen!

1ter Oktober, 2016

25ter Tag am Sendlinger Tor

In weniger als einer Woche beginnt der Protestmarsch nach Nürnberg. Um den Protestmarsch finanziell möglich zu machen, braucht es noch viel Geld – für die Verpflegung der Streikenden, Benzin oder Infrastruktur.Zum Beispiel könnt ihr mit 100 Euro Spende eine Mahlzeit für ca. 100 Menschen finanzieren. Mit 23 Euro Spende ermöglicht ihr es einer Person mit einem Bayernticket zum Protest dazu zustoßen. Mit 15 Euro Spende bezahlt ihr ein Handyguthaben – für unser Presse-oder Infotelefon. Auch kleine Geldbeträge helfen! Spendet über die Crowdfunding Plattform Leetchi. geht’s zur Seite.

Hier auch nochmal der zum Spendenaufruf.

Das Protestcamp am Sendlinger-Tor-Platz wird der Ausgangspunkt des Protestmarsches sein. Einen Rückblick auf die letzten drei Wochen Streik hat Leftvision zusammengestellt.

Warum wir einen Protestmarsch organisieren

30ter September 2016

24ter Tag am Sendlinger Tor

Am 8. Oktober beginnen wir einen Protestmarsch von München nach Nürnberg für unser Bleiberecht sowie gegen das diskriminierende bayerische Integrationsgesetz.

Warum führt unser Protestmarsch nach Nürnberg?

In Nürnberg ist der Hauptsitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Da dort über unsere Asylanträge entschieden wird, laufen wir nach Nürnberg. Unterwegs werden wir in zehn bayerischen Städten Halt machen. Somit haben wir jeden Tag die Möglichkeit unseren Protest weiter bekannt zu machen und weitere Geflüchtete zu mobilisieren, ebenso wie gesellschaftliche Unterstützung.

Warum laufen wir?

Wir sind aus verschiedenen Länder bis hierhin tausende Kilometer gekommen und wir werden weiter laufen bis wir unsere Rechte bekommen. Uns wird unser grundlegendes Recht auf Bewegungsfreiheit verwehrt. Die Residenzpflicht gilt wieder für Menschen, die sich am Anfang ihres Asylverfahrens befinden. Auch Menschen mit Duldung müssen den Ausländerbehörden mitteilen, wo sie sich befinden. Anerkannte Geflüchtete können nicht entscheiden, wo sie wohnen werden

Warum fordern wir Bleiberecht?

Alle unsere Forderungen gehen in der Forderung nach Bleiberecht auf. Wir fordern das Recht auf Arbeit, Bildung und freie Wahl des Wohnortes. All dies sind staatsbürgerliche Rechte – daher ist unsere Hauptforderung Bleiberecht.

Warum protestieren wir gegen das Integrationsgesetz?

Wir wollen als selbstorganisierte Geflüchtete zeigen, dass wir gegen das bayerische Integrationsgesetz Widerstand leisten. Nur ein Beispiel aus dem Gesetzesentwurf: Es sollen vor öffentlichen Einrichtungen (wie z.B. Schwimmbäder, Bibliotheken etc.) rassistische Grenzkontrollen eingeführt werden, womit erneut unsere Bewegungsfreiheit beschränkt wird.

 

Für den Protestmarsch brauchen wir Eure finanzielle Unterstützung, um unsere Ziele erreichen zu können. Einen Spendenaufruf findet Ihr .

Terminplanung des Protestmarsches

Freitag, 07.10.2016 Pressekonferenz am Protestcamp am Sendlinger-Tor-Platz, München

Samstag, 08.10.2016 München - Garching

Sonntag, 09.10.2016 Garching - Freising

Montag, 10.10.2016 Freising - Moosburg an der Isar

Dienstag, 11.10.2016 Moosburg an der Isar - Landshut

Mittwoch, 12.10.2016 Landshut - Ergoldsbach

Donnerstag, 13.10.2016 Ergoldsbach - Schierling (Landkreis Regensburg)

Freitag, 14.10.2016 Schierling (Landkreis Regensburg) Regensburg

Samstag, 15.10.2016 Regensburg - Hemau

Sonntag, 16.10.2016 Hemau - Parsberg

Montag, 17.10.2016 Parsberg - Neumarkt in der Oberpfalz

Dienstag, 18.10.2016 Neumarkt in der Oberpfalz - Feucht

Mittwoch, 19.10.2016 Feucht - Nürnberg

Donnerstag, 20.10.016 Demonstration, Nürnberg

Freitag, 21.10.2016 Rückfahrt mit dem Regionalzug nach München

Samstag, 22.10.2016 Teilnahme an der Demonstration gegen das Bayerische Integrationsgesetz, München

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