Ob in Bautzen oder München – ein vereinter Kampf gegen Rassismus

München, 19ter September 2016

14ter Tag am Sendlinger Tor

 

Liebe Brüder, liebe Schwestern,

uns haben die Nachrichten aus Bautzen erreicht. Mit diesem Brief möchten wir euch unsere Solidarität aussprechen. Wir haben großen Respekt für euren Mut und Widerstand dort in Bautzen. Bleibt stark! Ihr seid nicht alleine – euer Kampf ist auch unser Kampf.

Seit zwei Wochen leben wir – etwa 70 Geflüchtete aus verschiedenen Ländern – in einem Protestcamp auf den Straßen Münchens. Mit unserem Protest fordern wir Bleiberecht für alle und den Stopp aller Abschiebungen. In diesen Minuten, in denen wir euch schreiben, versammeln sich auf der anderen Straßenseite unseres Protestcamps in München die rassistischen PEGIDA-Anhänger*innen. Das zeigt, dass Rassismus ein Problem überall in Deutschland ist.

Wir laden euch ein, nach München zu kommen und unsere Kämpfe gegen Rassismus zu vereinen. Auch ihr müsst nicht in euren Lagern in Bautzen eingesperrt bleiben. Wir lassen uns nicht von den rassistischen gesellschaftlichen Zuständen nicht unterkriegen. Wenn ihr herkommt, seht ihr, dass euer Kampf kein isolierter ist und dass ihr nicht alleine seid.

Wenn wir gemeinsam kämpfen, können wir viel erreichen!

In Solidarität,

die Geflüchteten vom Protestcamp am Sendlinger-Tor-Platz in München

 

Video Statement (Deutsch, mit Englischen Untertiteln):

Eindrücke vom Soli-Fest, Demo & Nazis

München, 16ter September 2016

11ter Tag am Sendlinger Tor

Demonstration

Am 16ten September demonstrierten wir mit ca. 200 Teilnehmenden trotz starkem Regen unter dem Motto "We will rise!". Wir waren so viele und so laut, das die Musikanlage neben uns kümmerlich wirkte. Zum Zeitpunkt der Zwischenkundgebung am Marienplatz fiel ein starker Regen über uns ein. Das ProtestCamp steht, aber unter Wasser. Trotz des Wetters, beharren die Behörden darauf, dass die Pavillions nicht vollständig geschlossen werden dürfen.Wir bleiben am Sendlinger Tor Platz!

*Vorbereitungen zur Demo*

*Ein Teil der Demonstrant*innen*

*Während der Demo*

*Auf dem ProtestCamp*

 

Soli-Fest

Am 15ten September veranstalteten wir ein Fest der Solidarität. Danke an alle Gäste für das schöne Fest. Hier sind wenige Eindrücke davon.

Teuglife Kane, ein Aktivist von unserem ProtestCamp rappt auf Wolof, Englisch, Deutsch und Französisch über den gemeinsamen Kampf. Über Korruption in Senegal, wobei die Reichen und Mächtigen nie haftbar für ihre Straftaten sind. Die arme Bevölkerung hingegen sofort inhaftiert wird.

Fayital Rap, ebenfalls Aktivist rappt auf Wolof, Französisch, Deutsch und Englisch über den Krieg in Senegal und über das Leben in Armut.

 

Nazis

Mehrere rechte und rechtspopulistische Gruppierungen werden am Samstag in der Nähe des Protest-Camps rassistische Hetze verbreiten. Die neonazistische Partei "Die Rechte“ plant 5 Kundgebungen, eine davon ab 13:00 Uhr am Sendlinger Tor Platz. Hieran schließt sich die ebenfalls neonazistische Partei "Der Dritte Weg" mit seiner Kundgebung von 13:00 bis 15:00 Uhr an. Der Münchner Kreisverband der NPD ist ebenfalls von 13:00 bis 16:00 Uhr vor Ort. Wir erwarten, dass, wie nahezu jeden Tag, Pegidist*innen und andere Rassist*innen auch auf vor und nach diesen Kundgebungen anwesend sein werden.

Wir zählen auf die antirassistische und antifaschistische Solidarität!

Demo für Bleiberecht und Abschiebestopp

München, 16ter September 2016

10ter Tag am Sendlinger Tor

Wir sind politische Aktivist*innen aus verschiedenen Städten Deutschlands, die am Sendlinger-Tor für ihr Bleiberecht demonstrieren. Wir verließen unsere Länder wegen vieler verschiedener Probleme; politische oder religiöse, Bürgerkrieg, ökonomische Unsicherheiten, kein Recht frei zu leben, Korruption und Terrorismus. Wir sind diejenigen, die die Konsequenzen all dieser Probleme der Herkunftsländer, aus denen wir kommen, tragen. Wir wurden gezwungen ein Leben in verschiedenen Klassen und mit unterschiedlichen Standards zu leben und sogar im 21. Jahrhundert werden wir noch immer geknechtet. Unsere Leben sind für nahezu niemandem von Bedeutung. Wir sind Asylsuchende hier, aber die Ungerechtigkeit sst uns nicht als Menschen überleben, und das in solch entwickelten Ländern.


Wir demonstrieren für unsere Rechte. Grundlegende Menschenrechte und Freizügigkeit. Wir haben keine grundlegenden Menschenrechte! Uns ist es nicht erlaubt zu leben, wo wir wollen und wir dürfen nicht arbeiten! Es ist uns nicht erlaubt zu studieren und wir dürfen nicht Teil der Gesellschaft sein. Sozusagen leben wir in modernen Gefängnissen, wo wir fernsehen, mit dem Handy candy crush spielen, Musik hören, essen und schlafen müssen. Das ist alles. Jede Stadt in Deutschland hat unterschiedliche Regeln und Gesetze für Geflüchtete. Wir, die Protestierenden am Sendlinger-Tor, fordern:
Gewährung politischen Asyls
Stopp aller Abschiebungen

Wir laden alle politischen Gruppen und Bürger*innen Münchens ein, sich mit  unserem Protest zu solidarisieren!
 
Startpunkt: Odeonsplatz
Zwischenkundgebung: Marienplatz
Endpunkt: Sendlinger Tor Platz

Solidaritäts-Fest

München, 15ter September 2016

9ter Tag am Sendlinger Tor

Mit dem Soli-Fest an unserem Protest-Camp laden wir alle ein, sich mit uns bei Musik und Essen zu solidarisieren - gegen Rassismus und für ein bedingungsloses Bleiberecht! Fühlen Sie sich eingeladen alkoholfreie Getränke (nicht in Glasflaschen), Instrumente und Freund*innen mitzubrngen!

Beginn heute um 15:00 Uhr

Ende heute um 22:00 Uhr

Was läuft falsch, wenn über 60 Mio. Menschen auf der Flucht sind?!

München, 14ter September 2016

8ter Tag am Sendlinger Tor

In den vergangenen Jahren protestierten geflüchtete Menschen in unterschiedlichen Städten Deutschlands, sowie weltweit. So richtet sich der aktuelle Protest nicht im speziellen gegen München, sondern im Allgemeinen gegen die Wahrnehmungen von Geflüchteten als „Krise“, „Welle“ oder ähnliches. Auch, wenn die Nachrichten täglich das Thema „Flüchtlinge“ aufgreifen, geschieht dies nicht in unserem Sinne. Wir werden als Wirtschaftsflüchtlinge, als zu viele, als untätig, als Terrorist*innen, als Kriminelle, als Opfer und anderes dargestellt. Daher braucht es diesen Protest.

Trotzt des ehrenamtlichen Engagements, welches in den letzten Jahren anstieg, bleiben jene Gesetze bestehen, die unsere Leben zerstören, jene Denkweisen, die geprägt sind von Kolonialismus und Rassismus. Die anwachsende Hilfsbereitschaft stellt leider nur einen Tropfen auf den heißen Stein dar, denn gleichzeitig schwillt der virulente Rassismus an. Brandanschläge auf Lager bestimmen unseren Alltag, die Gesetze in den Gerichten und Ausländerbehörden verschärfen sich. Daher braucht es diesen Protest.

Es ist legitim, geboten und notwendig unser Bild, auch wenn es manche als „dramatisch“ begreifen, in die Welt zu tragen. Die eigentlichen dramatischen Bilder werden jedoch vornehmlich vom Globalen Norden produziert. Denn, was läuft falsch, wenn über 60 Millionen Menschen weltweit auf der Flucht sind?! Daher braucht es diesen Protest.

 

Video-Statements von zwei Aktivist*innen und .

Aufruf LAUT zu werden, die gesellschaftlichen Verhältnisse zu verändern!

München, 13ter September 2016

7ter Tag am Sendlinger Tor

Asylgesetze, Integrationsgesetz, rassistische Aktivitäten und Co.

Was ist unsere Realität und warum sind wir am Sendlinger Tor?

Wir sind hier um Bleiberecht zu erlangen, in der öffentlichen Wahrnehmung zu sein, um mit Politiker*innen zu sprechen, Verbündete zu bekommen, sodass wir als große Masse auftreten können, um so die Asylgesetze zu verändern.

In der Vergangenheit konnten wir mit Protesten die Gesetzeslage verändern. So trugen die Protestmärsche von Würzburg nach Berlin sowie von Würzburg und Bayreuth nach München dazu bei, die Gesetze bezüglich Residenzpflicht zu lockern. In der jüngsten Vergangenheit aber wurden die Asylgesetze vornehmlich verschärft. Mehrere Asylpakete sowie das Integrationsgesetz erschweren unsere Leben erneut. Das Integrationsgesetz vom 6ten August 2016 schreibt uns beispielsweise nach der regulären Lagerpflicht erneut vor, wo wir zu leben haben. Trotz Aufenthaltsgenehmigungen kann mit jenen Paragraphen bestimmt werden, wo wir zu wohnen haben.

Die Asylgesetzverschärfungen führen beispielsweise dazu, dass medizinische Gründe nicht mehr als Abschiebehinderungsgrund anerkannt werden. So sind Abschiebungen selbst bei lebensbedrohlichen Erkrankungen  möglich, sofern die Erkrankung sich dadurch nicht „wesentlich“ verschlechtert.
Dies sind nur zwei Beispiele, die in jüngster Vergangenheit zu den bestehenden Schikanen hinzugekommen sind. Prinzipiell sind viele Geflüchtete ohne Arbeitserlaubnis, ohne Erlaubnis zur Teilnahme an einem Deutschkurs. Wartend auf ihr Asylverfahren. In der Warteschleife von Duldung, sprich jenem Status, in welchem Menschen bis zu 20 Jahren im Lager leben müssen, ohne Schule, ohne Job, ohne Ausbildung – auch ohne die Aussicht in ein anderes Land zu gehen, da im Herkunftsland Krieg, Armut und Verfolgung warten.

Als Non-Citizens haben wir keinen Zugang zu Menschenrechten. Wir sind Menschen, aber ohne entsprechende Rechte. Die Rechte erhalten wir erst mit der Staatsbürger*innenschaft. Hiermit bekommen wir Zugang zum Grundgesetz. Vorab schweben wir in der Staatenlosigkeit und somit in der Rechtslosigkeit. Daher sind wir gezwungen ein Bleiberecht zu fordern!

Nähere Informationen in verschiedenen Sprachen zum Integrationsgesetz und zu den Asylrechtsverschärfungen finden Sie .

Aus Unwissenheit und purem Rassismus wird uns diese Forderung abgesprochen. Jeden Tag suchen uns Pegida-Aktivist*innen am Sendlinger Tor auf und filmen uns. Der "Dritte Weg" verteilt Flyer. Rassist*innen, die nicht in  Gruppen oder Parteien organisiert sind, greifen uns an. So richtete  gestern der städtische Gärtner seinen Wasserschlauch auf unsere Zelte, um genauer zu sein auf unseren Frauen-Bereich. Resultat dessen war eine Anzeige gegen einen Menschen, der mittels Klopfen an der Scheibe des Tankfahrzeuges den Arbeiter dazu auffordern wollte, den Wasserstrahl abzustellen, bzw. wieder auf die Blumen zu richten.

Heute trugen wir im Rahmen einer Spontandemonstration () unsere Wut gegenüber der Intoleranz, die uns am Infotisch, per Mail, via Nazis, Pegidist*innen und via Privatmenschen entgegenschlägt, auf die Straße. Wir versuchten hiermit erneut ein Zeichen zu setzen gegen Rassismus und für Bleiberecht. Währenddessen wurden zwei Non-Citizens ohnmächtig. Sie erlitten auf den Straßen Münchens einen psychischen Zusammenbruch. Der Grund hierfür ist der immer gleiche: Die langwierigen, repressiven Asylverfahren zerstören unsere körperliche und geistige Gesundheit.

Wir rufen dazu auf, sich mit uns und gegen Rassismus auszusprechen. Anzuerkennen, wie menschenverachtend die bestehenden Gesetze sind und wie sehr sie uns von der Gesellschaft isolieren, uns kaputt machen und unsere Leben einschränken!

Heute haben wir das Büro der Grünen, der SPD sowie das Gewerkschaftshaus besucht –  mit der Motivation in Gespräche und Verhandlungen zu treten.

An die Politiker*innen: Wir brauchen Bleiberecht, das heißt einen Zugang zu Menschenrechten!
An die Gewerkschaften: Wir wollen arbeiten!
An alle Bürger*innen sowie antirassistischen und antifaschistischen Netzwerke und Gruppen: Organisiert euch und steht auf gegen diese Gesetze. Positioniert euch! Werdet laut!
An alle Journalist*innen: Berichtet über die Asylgesetze und ihre verheerenden Auswirkungen auf unsere Leben!

Danke an alle, die sich mit uns solidarisieren!

 

*während und nach der Wasser Attacke am 12ten September*

Einladung zu Gesprächen

München, 12ter September 2016

6ter Tag am Sendlinger Tor

Wir sind Non-Citizens. Das heißt, wir sind entrechtete Menschen, die innerhalb dieser Gesellschaft als Außenseiter*innen leben. Mit unserem Protest wollen wir diesen Status überwinden.

Trotz aller Gefahren der Flucht waren wir gezwungen, unsere Heimatländer zu verlassen. Denn dort herrschen menschenunwürdige Bedingungen, wie Krieg, Repression, Diskriminierung und Armut. Viele von uns sind bei diesem Versuch ums Leben gekommen, weil die europäischen Staaten an ihren Grenzen Mauern gezogen haben. Auf diesem Weg sind viele Kinder verschwunden.

Wir haben es geschafft, nach einer unerträglichen Reise in Deutschland anzukommen. Unser einziger Wunsch war, als Menschen behandelt zu werden. Doch uns wurden die demokratischen Rechte nach etlichen Asylrechtsverschärfungen entzogen und wir stehen aufgrund der rassistischen Hetze und der Einsperrung in den Erstaufnahmelagern in Isolation zum Rest der Gesellschaft. Vielen von uns droht die Abschiebung.

Unsere Stimme bleibt ungehört, obwohl alle Zeitungen tagtäglich in ihren Schlagzeilen von der sogenannten Flüchtlingskrise sprechen.

Deshalb haben wir uns selbstorganisiert und die Lager verlassen. Wir möchten mit der Gesellschaft in Dialog treten. Wir laden Münchener*innen und insbesondere die Presse, die Parteien und die Gewerkschaften ein, mit uns zu sprechen, um diesem menschenunwürdigen Zustand gemeinsam ein Ende zu setzen.

Wir fordern:

- Sofortiger Stopp aller Abschiebungen
- Politische Anerkennung aller Asylanträge

*Wenn du dich in Situationen der Ungerechtigkeit neutral verhältst, hast du dich auf die Seite der Unterdrückenden gestellt*

 

We Are One

München, 10ter September 2016

4ter Tag am Sendlinger Tor

Unter Tags konnten wir heute 98 Geflüchtete zählen! Das heißt 98 Menschen ohne Bleiberecht, die sich trotz rassistischer Beleidigungen dazu entscheiden hier zu sein und öffentlich auf die Straße zu treten, um gemeinsam für ein Bleiberecht für alle zu kämpfen. Sei es in den vielzähligen Gesprächen und Diskussionen am Infotisch oder in der symbolischen Besetzung als solches.

Wir als Gruppe von Geflüchteten bilden den Schmelztiegel der Unterdrückung. Bei uns konzentrieren sich viele Formen der Gewalt. Wir sind Geflüchtete und somit ohne Grundrechte. Wir sind Frauen, die Sexismus erfahren. Wir sind Menschen, die Rassismus erfahren, wir sind Menschen, die weitere Diskriminierung erfahren. Sei es wegen unserer Sprachen, wegen Behinderung, wegen Aussehen oder anderem. Den Problemen der einzelnen, erklären wir gemeinsam den Kampf an. Wir sind keine Opfer. Wir tragen Wut und Geduld in uns. Die Wut speist sich aus den verschiedenen Formen von Diskriminierung und Gewalt, die wir erfahren. Die Geduld aus dem Wissen, dass wir lange kämpfen müssen, um unser Ziel zu erreichen.

Im Kleinen erfahren wir immer und immer wieder, wie vereint wir sind. Da wir auf Spenden angewiesen sind und somit das Geld zu knapp ist, müssen wir von unserem wenigen Geld das wir haben selbst zusammenlegen, um unseren Protest finanzieren zu können.

Unser Kampf geht weiter – wir bleiben bis wir gehört werden!

Aufruf zum Protest

München, 9ter September 2016

*deutsch*farsi*español*français*

3ter Tag am Sendlinger Tor

Jeden Tag kommen neue Menschen an. Auch wollen wir wieder und wieder Geflüchtete einladen, sich dem Protest anzuschließen. Dies sind unsere Aufrufe:

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سومین روز در سندلیگر تور _ مونیخ

فراخوان به زبان فارسی برای پیوستن به اعتصاب پناهجویان جهت مبارزه علیه قوانین تبیعض آمیز پناهندگی در آلمان

با ما مشارکت کنید

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3er día en Sendlinger Tor

Todos los días de la nueva gente llega. También queremos invitar a una y otra vez a los refugiados a unirse a la protesta. Estos son nuestros salidas de la llamada:

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3ème jour au Sendlinger Tor

Chaque jour, de nouvelles personnes arrivent. Nous voulons aussi inviter encore et encore les réfugiés à se joindre à la manifestation. Ce sont nos call outs:

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Hallo Schwestern und Brüder,

wir möchten euch einladen zusammen für deine und unsere Rechte zu kämpfen. Denn wir wollen die gleichen Rechte haben, wie alle anderen in diesem Land.

Wir haben bereits eine erfolgreiche Demonstration organisiert. Jetzt brauchen wir mehr Personen, um stärker kämpfen zu können. Hierfür ist es egal, wie alt du bist, welche Hautfarbe du hast oder aus welchem Land du geflohen bist. Wir sind hier am Sendlinger Tor Platz in München, Menschen aus den verschiedensten Ländern, auch Menschen deutscher Herkunft, die sich mit uns solidarisieren. Wir haben eine Genehmigung, hier am Sendlinger Tor zu protestieren und unser Zeltlager ist sicher.

Komm mit uns, um für deine Rechte zu kämpfen!

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دعوت به جلسه برای سازماندهی اعتراض پناهجویان

روز‌های ۶ و ۷ سپتامبر مونیخ

 

 

پناهجویانی که در شرایط غیر انسانی‌ پناهندگی در کشور آلمان، زندگی‌ و آینده خود و فرزندانتان را    دچار مرگ تدریجی‌ می‌بینید , همه ما به دلایل مختلف کشور خود را ترک کرده ایم و به امید داشتن زندگی امن و سالم به این کشور آمده ایم.اکثر ما راهی کشنده،مخاطره آمیز و طاقت فرسا با فاصله ای چند هزار کیلومتری را تا بدینجا طی نموده ایم تا شاید که زندگی جدید و بهتری را تجربه کنیم

 

 

اما در کمپ‌های پناهندگی همچون زندانیان در شرایط تبیعض آمیز و و ناشهروندی به سر  میبریم، هر لحظه در انتظار حکم غیر انسانی‌ دیپورت قرار داریم، در آخرین لایه اجتماعی این جامعه جای گرفته ایم و صرفا موظف به اطاعت قوانین غیر انسانی همچون محدوده تردد و زندگی‌ اجباری در کمپ می باشیم، اکنون وقت خیزش علیه همه این بی‌ عدالتی ها است.آری اکنون وقت برخاستن است چرا که دیگر نمی خواهیم به صورت منفعلانه شاهد خودکشی پناهجویی باشیم که شرایط و قوانین انسان کش حاکم بر زندگی پناهجویان در آلمان، هر انسانی را به مرگ تدریجی مجبورمی‌کند 

 

 

:خواسته‌های ما

 

 - لغو قانون دیپورت

 

به باور ما،انتخاب محل زندگی جزء ابتدایی ترین حقوق هر انسانی می باشد که تنها معیار تعیین کننده در این انتخاب، اختیار و اراده فردی است. بازگزداندن پناهجویان که صرفا بر داد و ستد های سیاسی/اقتصادی دولت ها استوار گشه است نقض چنین حق جهانشمولی می باشد و توقف روند جاری و غیر انسانی بازگشت  توسط دولت آلمان، مطالبه ی پناهجویان است.

 

 - برچیده شدن کمپ های پناهجویی

 

کمپ های پناهجویی به مانند دیوار های محافظ، پناهجویان را به دور از فضای جامعه نگاه می دارد. شرایط غیر قابل تحمل کمپ های پناهجویی، که همچون زندان ها و یا پادگان های نظامی توسط نیروی انسانی و یا سیم های خاردار حفاظت می شوند و اتاق های کوچک برای چهار و یا پنج نفر، محیط کمپ را به فضایی نه برای زندگی که صرفا برای زنده ماندن بدل کرده است. ما خواستار بسته شدن تمام کمپ هایی هستیم که پناهجویان در آن از هیچ فضای خصوصی برخوردار نیستند.

 

 - اجازه کار بدون قید و شرط

 

به یاری رسانه ها باور عمومی بر این منطق استوار است که پناهجو یک مصرف کننده صرف است و بدون انجام کاری مفید، صرفا روز ها را سپری می کند .براستی که چنین نیست. ما خواهان دریافت اجازه کار بدون قید و شرط هستیم زیرا معتقدیم که حق کار و تلاش به قصد گذران زندگی، حق هر انسانی است و همه ما از توانایی هایی برای فراهم آوردن ملزومات زندگی خود، از طریق کاری مفید، عادلانه و درآمدزا برخورداریم.

 

 قبولی پناهندگی -

 

به باور ما قبولی پناهندگی حق تمام انسانهایی است که به دلیل جنگ ، فقر و دیکتاتوری فرار کرده اند تا فقط شانسی برای زندگی‌ داشته باشند. دلایلی که همین کشور‌های مثلا حامی‌ حقوق بشر با سیاستهای خود در کشور‌های ما بوجود آورده اند.مثل فروش چندین میلیون یورو اسلحه به دیکتاتورها یا گروهای مسلح ، و یا اشغال و تخریب کشور‌ها زیر نام حمایت بشر دوستانه و صادرات دموکراسی

 

به دلایل بسیار می‌توان ثابت کرد که رفاه و زیبایی کشور‌های جهان اول حاصل نابود کردن زندگی‌ ما در جایی‌ است که آنرا همین جهان اولی‌ ها، جهان سوم کرده اند . به همین خاطر قبولی پناهندگی حق همه ما پناهجویان است

 

 

لطفا جهت اطلاعات بیشتر با این شماره تلفن تماس بگیرید

 

۰۱۷۶۵۶۹۵۴۵۵۸( میتوانید تنها یک اس‌ ‌ام اس‌ بزنید تا با شما تماس بگیریم)

 

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Cher freres et soeurs refugees.

Nous sommes ici pour vous annoncez de notre demonstration pour les refugiees qui vivent en Allemagne particulierement dans la region de Bayern. Nous vous invitons a nous rejoindre pour combattre tous ensemble. Notre objectif est d’avoir le droit de sejour et de combattre la discrimination, le racisme, l’isolement et nous sommes engages dans ce combats pour l’interet de tous les refugees sans exception. Apres une grande manifestation le 7.9.2016 dans la ville de Munich, nous avons decider de sieger Sendlinger Tor/Munich, nous vous invitons a nous rejoindre. Plus nous sommes unis, plus nous avons la force .

Merci de votre comprehension.

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Hola,

nos gustariá invitaros a luchar por tu derecho, mi derecho y derecho de totdos. Porque queremos tener nuestro derecho somo todo el mundo en este pais. Derecho de tener papeles, de trabajar, etc... 

Hicimos una manifestación y salió muy bien. Ahora necesitamos más personas para luchar más. Da igual la adad, el color o el país de donde vienes. Tenemos gentes de varios diferentes países que están con nosotros, incluso Alemanes que han firmado. Teneoms autoricación y no hay ningún problema y el campamento está muy segura.

Ven a luchar por tu derecho!!

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