Demo in München am 7ten September 2016

Demonstration  - No Border No Nation Stop Deportation

Kommt zur Demonstration gegen Abschiebung, gegen Grenzen, gegen Diskriminierung, gegen Lagerpflicht, gegen Rassismus, gegen Krieg, gegen Terror, gegen Ungerechtigkeit und gegen Menschenverachtung. Alle, die sich hiermit solidarisch erklären sind eingeladen! Die Demo selbst wird, wie die Jahre davor, von selbstorganisierten Geflüchteten aus den verschiedenen Städten Deutschlands organisiert. der letzten Demonstration.

Der Protest der Geflüchteten hat bereits begonnen. Er wird weitergehen bis Gerechtigkeit und Freiheit errungen wurden!

 

Mittwoch, 07.09.2016 || 15:00 Uhr || Karlsplatz/ Stachus in München

Spendenaufruf

WE WILL RISE!

Geflüchtete und ihre Lebensrealität in den Herkunftsländern und in Deutschland

Wir sind selbst organisierte Geflüchtete aus verschiedenen Ländern. Die verschiedenen Situtationen in unseren Heimatländern waren die Gründe unsere Heimat zu verlassen und Geflüchtete zu werden. Jede_r von uns hat individuelle Probleme; wir haben Probleme wegen unserer Religion, aus politischen Gründen und manche kommen aus Ländern, wo sie aufgrund von Krieg und radikalen Gruppen nicht mehr leben können. Sowohl in der Vergangenheit sowie immer noch haben wir viele Gründe, welche uns auf die Straßen, zum Protestieren bringen. Residenzpflicht ist ein Gesetz, das in der Vergangenheit Personen während ihres gesamten Asylverfahrens verboten hat ihre Landkreise zu verlassen. Auch gab es Essenspakete, so dass Geflüchtete nicht selbst wählen konnten, was sie essen. Das sind zwei Beispiele von Einschränkungen, die wir durch unsere vergangenen Proteste  positiv verändern konnten. Aber es gibt immer noch viele alte und neue Gesetzte die unmenschlich sind. Menschen leben immer noch ohne jegliche   eitliche Beschränkung in der Dauer ihrer Asylverfahren und warten auf die Antworten von Behörden. Mit nur einem Interview wird entschieden, ob ein
Mensch hier bleiben kann oder nicht.
Arbeitserlaubniss ist ein großes Problem für Menschen aus vielen Länder, die in Deutschland Asyl suchen. Viele von uns dürfen nicht arbeiten. Dazu kommt die Diskriminierung von Geflüchteten aufgrund von Bevölkerungsgruppen und Herkunftsorten. Menschen aus manchen Ländern ist es erlaubt zu
arbeiten, zur Schule zu gehen und kostenlose Sprachkurse zu besuchen – vielen anderen nicht. Wir werden gewaltsam voneinander getrennt. Hinzu kommt, dass jede Stadt verschiedene Gesetze für Asylsuchende hat. Wir haben alle unsere Heimatländer verlassen. Jede_r von uns hat sein Leben riskiert, um in einem sicheren Land zu sein. Viele sind auf ihrem Weg gestorben und konnten ihr Ziel nie erreichen. Wir, die es geschafft haben,  wird die Möglichkeit genommen, ein neues Leben zu beginnen. Wir wurden dazu gezwungen unsere Länder zu verlassen und danach wurden wir gezwungen in Lagern (Unterkünfte, in denen Non-Citizens leben müssen) unter unmenschlichen Bedingungen zu leben. Viele Menschen leben zusammen in einem Zimmer. Viele unbekannte Menschen, die auf kleinem Raum zusammen leben haben viele Probleme. Aber die Gesetze sind so strikt, dass wir nicht entscheiden können, wo und mit wem wir leben wollen. Zudem können wir auch nicht entscheiden, ob wir bleiben dürfen.

 

Selbstorganisierte Geflüchtete und ihre Proteste

In der Vergangenheit haben wir viele Proteste organisiert. Einige von uns waren bei dem Hungerstreik am Rindermarkt in München dabei. Andere beim Hungerstreik in Dingolfing (Niederbayern). Danach haben wir in verschiedenen Städten Zelte aufgestellt, um Passant_innen über unsere Situation zu informieren. Wir haben eine Demo zur Erinnerung an die Rindermarktproteste, an welcher 300 geflüchtete Menschen teilgenommen haben, organisiert. Wir haben den Parkplatz vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) in Nürnberg besetzt und einen Hungerstreik begonnen. Wir haben den Fernsehturm in Berlin besetzt, um mit den Verantwortlichen für unsere Situation reden zu können. Daraufhin begannen wir am Brandenburger Tor einen Hungerstreik. Wir gingen wieder im Rahmend einer Tent Action in München auf die Straßen, um Menschen zu informieren. Im Anschluss haben wir  einen großen Hungerstreik am Sendlinger Tor in München begonnen und die Bäume auf dem Sendlinger Tor Platz besetzt gehalten.

All diese Proteste kosteten uns eine Menge Geld. Wir hatten und haben viele Gerichtstermine und viele Strafen und Bußgelder zu bezahlen.All diese Proteste kosteten ebenfalls viel Geld in der Organisation und sind für uns Non-Citizens nicht möglich ohne die Unterstützung und Hilfe von Citizens. Nun wollen wir einmal mehr einen großen Protest organisieren, die genauen Pläne sollen in einem Non-Citizens Treffen entschieden werden. Wir
versuchen mit unseren Resourcen und Möglichkeiten in die Lager  zu fahren, um Menschen zu unserem Treffen einzuladen und über die momentane Situation von asylsuchenden Menschen in Deutschland zu informieren. Für die Mobilisierung, das Treffen und unsere folgenden Aktionen brauchen wir Gelder für Tickets, Telekommunikation, Verpflegung und andere Dinge. Proteste kosten eine Menge Geld und wir haben nicht genügend Energie ohne finanzielle Unterstützung, um unsere Stimmen auf die Straße zu bringen.

Wir brauchen eure und Ihre Unterstützung, um unseren Protest gegen Abschiebungen, Repression und unmenschliche Gesetze umzusetzen und ein friedliches Leben beginnen zu können. Wir sind alle gleich. Wir sind alle Menschen und wir alle sollten in Freiheit leben, sowie Bewegungsfreiheit  und Demonstrationsfreiheit haben. Wir sind hier und wir wollen leben – weil wir uns erheben werden!


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Twitter: @refugeestruggle

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Aufruf zum großen Non-Citizen Treffen 6.-7. September 2016 in München

Nicht-Staatsbürger*innen, Geflüchtete und Unterstützer*innen

sind eingeladen sich uns anzuschließen und ein Teil der Bewegung zu werden!

Ungerechtigkeit war vielleicht schon immer das Thema der Kämpfe von Geflüchteten; Wir haben unsere Heimatländer aufgrund von unmenschlichen Gesetzen verlassen. Ungerechte Machtsysteme haben es unmöglich gemacht, ein gewöhnliches Leben zu führen. Ein Menschenleben ist hierbei weniger wert, als alles andere. Politik ist ein Geschäft. Religion wird dazu missbraucht, um auf der ganzen Welt Konflikte zwischen Menschen, Städten und Ländern zu verursachen. Nichtsdestotrotz haben wir eine so genannte “DEMOKRATIE”, aber in Wirklichkeit ist es schlimmer, als in einer Diktatur zu leben. Manchmal flüchten Menschen alleine, manchmal mit ihren Familien, oder in anderer Begleitung. Manchmal aus politischen Gründen, wegen ihrer Religion, oder um Freiheit zu erlangen. Wegen dieser Konflikte sterben manche Menschen in ihren Heimatländern, manche auf ihrem Weg in sichere Länder und manche von ihnen schaffen es nie, ihr Ziel zu erreichen. Wenn die Menschen dann endlich in einem sicheren Land ankommen, zwingen sie oftmals Diskriminierung, Beschränkung und die Verweigerung von grundlegenden Menschenrechten zum Selbstmord.

Ein Prozess von Ungerechtigkeit kann keine Gerechtigkeit erzeugen. Für sogenannte “Flüchtlinge” ändern sich die Asylgesetzte noch dazu - je nachdem welcher Nationalität sie angehören, in welchem Bundesland, welcher Stadt oder in welchem Dorf sie leben. Der Zeitpunkt von Interviews, die Möglichkeit Deutschkurse zu besuchen, das Erteilen von Arbeitserlaubnissen, die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Residenzpflicht und gewaltsame Abschiebungen erfolgen nach einem Asylsystem, das nicht auf Grundlage von Gerechtigkeit entscheidet, sondern auf der Basis von Nationalitäten und der zufälligen Zuständigkeit von Behörden.

Es ist nicht unmöglich die Probleme zu lösen. Aber die Gerechtigkeit ist irgendwo und nirgendwo. Wir fordern nicht, dass alle 50 Millionen geflüchteten Menschen auf der ganzen Welt sich uns anschließen. Aber alle, die die Möglichkeiten haben in Deutschland für ihre Rechte und für Gerechtigkeit  aufzustehen, fordern wir auf, mit uns zu kommen. Ein Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind Geflüchtete. Wir, dieses eine Prozent, wollen unsere grundlegenden Menschenrechte. Wir fordern das Recht, wie Menschen leben zu können. Wir wollen Bewegungsfreiheit, Bildung, Arbeit und die freie Wahl unserer Wohnungen.

Zwei Jahre sind seit dem letzten Hungerstreik in München und dem Treffen am Runden Tisch vergangen. Jetzt fragen wir euch mit uns zu kommen und eure Verantwortung zu zeigen, weil

wir wollen aufstehen und wir werden aufstehen

WE WANT RISE AND WE WILL RISE

Refugee Struggle For Freedom

 

|| Angeben zu Ort und Zeit werden folgen ||

 

Kontaktdaten:

English: 015218998331 (whats app)

Deutsch: 015212935253 (whats app)

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Aktivist des Refugee Struggle for Freedom inhaftiert!

Ein Aktivist des Refugee Struggle for Freedom wurde vor zwei Tagen inhaftiert.

Als Ali A. am 05.01. zum Landratsamt nach Dingolfing gegangen ist, wurde er von der Polizei festgenommen und sitzt seitdem in der JVA Landshut. Er war angeklagt (wahrscheinlich) wegen Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte im Kontext von dem Hungerstreik in Dingolfing im April 2014.
Da er im Dezember nicht zu dem Gerichtstermin erschienen ist, galt er für die Behörden als untergetaucht und es wurde ein Haftbefehl ausgestellt.

Jetzt müsste er zwei bis fünf Wochen in der JVA auf einen neuen Gerichtstermin warten. Die Strategie seines Anwalts ist nun, einen Deal mit Staatsanwaltschaft und Gericht zu erwirken, bei dem Ali seine Strafe akkzeptieren würde, so dass der Gerichtstermin gar nicht mehr stattfinden wird.

Es gibt bei dieser Art von Haft keine Möglichkeit, ihn freizukaufen. Es gibt evtl. auch kein Recht auf einen Pflichtverteidiger, womit die Anwaltskosten hoch sein werden.

Womöglich können ihn nicht mal seine engsten Freund*innen besuchen, weil in diesem rassistischen System nur Menschen mit Aufenthaltstitel oder Pass jemanden im Knast besuchen können!

Wie könnt ihr euch solidarisieren?
Ihr könnt Geld für die Anwaltskosten sammeln, ihm Geld oder Post in den Knast schicken. Schreibt uns direkt an () für die Kontoverbindung bzw. seinen vollen Namen.

Solidarität mit allen Gefangenen! Nieder mit allen Knästen!

24ter Oktober 2015 überall

In Solidarität:

Calais Migrant Solidarity und RefugeesWelcomeAberAuch rufen auf zu einem GEMEINSAMEN AKTIONSTAG

Das Netzwerk Calais Migrant Solidarity ruft zu einem auf, um sich gegen das Sterben an den EU-Außengrenzen auszusprechen.

rufen ebenfalls zu einem Aktionstag auf. - hoffentlich wird es der 24te Oktober!

Initiativen zu Kampagnen und gegen die bevorstehende neue Asylrechtsverschärfung.

Viel Spaß beim Organisieren und Umsetzen!

28ter September in Nürnberg

Gerichtsverfahren in Nürnberg: BAMF Besetzung

Bleiberecht mit schnellem Asylverfahren: ohne Manfred Schmidt

Im Juli 2014 besetzten 83 Menschen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, um für ihr und das Bleiberecht aller samt schnellen Asylverfahren zu kämpfen. Schon damals verfolgte Manfred Schmidt (ehemaliger Präsident des BAMF) eher eine Politik des Stellenabbaus, obwohl der Bedarf das Gegenteil indizierte! Heute trägt sie dazu bei, dass die ankommenden Geflüchteten als vermeintlich nicht bearbeitbare Welle und Flut betrachtet werden.

Am Montag, den 28.09.15 findet um 11:30 Uhr am Amtsgericht Nürnberg (Fürtherstraße 110) in Raum 26 die Verhandlung gegen einen Refugee-Aktivisten statt. Ihm werden Beleidigung und angeblicher Hausfriedensbruch im Zuge der Okkupation vorgeworfen. Hier die Erklärung von den ehemaligen Besetzer*innen:

 

*Stoppt die Repression gegen die Kämpfe von Geflüchteten*

Refugee-Aktivist*innen haben Gerichtsverfahren am Hals wegen der Besetzung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im Juli 2014.

Kommt und zeigt Solidarität am 28ten September 2015!

Letztes Jahr am 3. Juli sind 83 Geflüchtete zusammen zum Gebäude des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) gegangen, um zu protestieren und die Leute über die Probleme von Geflüchteten zu informieren. Wir haben beschlossen, auf die Straße zu gehen, da die Lager für Menschen die schlimmsten Orte zum Leben sind. Wir haben beschlossen, im Hof des BAMF zu bleiben und haben gefordert, mit den Verantwortlichen zu sprechen. Die Polizei hat sehr bald die Tür geschlossen und einigen unserer Freund*innen war es nicht mehr gestattet, hineinzukommen. Nach einer sinnlosen Diskussion mit ein paar Repräsentant*innen des BAMF-Präsidenten Manfred Schmidt sind wir unter diesen unmenschlichen Umständen über Nacht im Hof geblieben - ohne Toilette oder Decken; Wasser und Nahrung durfte nach langen und rauen Diskussionen mit den Cops hineingebracht werden.

Am nächsten Morgen bekam die Polizei dann schließlich die Erlaubnis des BAMF-Präsidenten, uns mit Gewalt rauszuschmeißen. Wir saßen in einer Ecke des Hofes, ketteten uns an und leisteten stundenlang Widerstand gegen die Räumung. Da das Gebiet weiträumig von der Polizei blockiert war, haben uns die Polizeikräfte weit außer Sicht der deutschen Zivilgesellschaft und der Medien auf brutale Art geräumt. Jetzt, über ein Jahr später, sieht sich eine Person nach der anderen mit den rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Manche von uns sind für die Aktion sogar ins Gefängnis gegangen.

Überall auf der Welt protestieren Menschen für ihre Rechte. In allen demokratischen Ländern haben die Leute ihre Rechte durch Proteste erhalten. Wir als Geflüchtete sind in einer Situation, in der unsere Rechte eingeschränkt sind. Deswegen protestierten wir viel - gegen Residenzpflicht, Essenspakete, gegen die Gesetze, die es uns verbieten zu arbeiten und zu studieren und gegen die langen Jahre des Wartens im Asylverfahren. Wir haben hunderte Nächte in Protestzelten auf der Straße verbracht, wir haben Protestmärsche und Hungerstreiks gemacht, aber schlussendlich gibt es keine Gerechtigkeit für Geflüchtete, keine Gerechtigkeit für Menschen, da wir nicht stark genug sind, gegen das Asylsystem zu kämpfen, und weil wir nicht die Polizei sind, die Sonderrechte genießt. Wir sind die abgelehnten Leute unserer Herkunftsländer. Das ist keine Gerechtigkeit. WIR SIND AUCH MENSCHEN.

2ter und 3ter Mai 2015 in Bayern

Bus Tour in München und Umgebung – Abschiebung gerade noch verhindert

Samstag, den 2ten Mai wurde ein Mitglied der Bus Tour von der Garmisch-Patenkirchner Polizei bis zum 3ten Mai inhaftiert. Am zweiten Tag wurde er nach München transferiert, um dort einer Haftrichterin unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorgeführt zu werden, welche über den Haftbefehl bezüglich „illegaler Einreise“ entschied. Durch die gelungene anwältliche Arbeit von Marco Noli sowie der Unterstützung der Bus Tour- Mitglieder*innen konnte die Abschiebung sowie die Inhaftierung einstweilig verhindert werden, sodass unser Freund gegen 14:00 Uhr frei war!

Wie kam es zu diesem Vorfall?

Die Bus Tour, welche ausgehend vom O-Platz in Berlin startete, erreichte am 2ten Mai München. Von dort aus machte sie sich, d.h. eine Gruppe von Menschen aus verschiedenen Städten und Refugee-Bewegungen Deutschlands mit oder ohne Fluchthintergrund, auf den Weg nach zu treffen sowie weitere Lager in Bayern zu besuchen und über die bevorstehenden Asylgesetzverschärfungen zu informieren und neue Netzwerke zu knüpfen.

Als die Bus Tour das erste Lager in Grainau nähe Garmisch erreichte, wurden wir sofort von der Hausherrin abgefangen. Nach längeren Diskussionen konnten wir mit den Bewohner*innen sprechen und mussten uns wieder einmal bestätigen lassen, dass in diesem ehemaligen Hotel die Restriktionen für die Geflüchteten noch stärker sind, da sie weder für sich selbst kochen dürfen, weniger Geld erhalten, noch über ihr Essen entscheiden können sowie fernab der Stadt wohnen müssen.

Zuletzt fotografierte uns die Lagerbesitzerin und rief die Polizei, da wir „gefährliche Magazine“ verteilten. Die Gefährlichkeit des Magazins namens kann hier selbstständig eingeschätzt werden.

Bus Tour vor dem "goldenen Käfig", dem ehemaligen Hotel, jetzigen Lager in Grainau.

Im zweiten besuchten Lager, fand uns die Polizei und behauptete eine  „reguläre stichprobenartige Kontrolle“ (Personalausweiskontrolle und vereinzelt ID-Behandlung) durchzuführen. Ein anderer Polizeibeamter fragte uns hingegen paradoxerweise, ob wir die Menschen seinen, die „diese Magazine“ verteilen würden. Unabhängig von der jeweiligen Inkompetenz der Beamt*innen, bleibt es wieder einmal bemerkenswert, dass es während der gesamten bisherigen Bus Tour zu keinen polizeilichen Störungen dieser Art gekommen ist, außer im strikten Freistaat Bayern. Diese repressive Vorgehensweise hatte nun zur Folge, dass mehre Menschen Bußgelder bezüglich gebrochener Residenzpflicht zu zahlen haben und ein Mitglied der Bus Tour über Nacht inhaftiert und beinahe abgeschoben wurde.

Dennoch haben wir ein paar Geflüchtete kennengelernt, vor allem Frauen, welche wir in der Bewegung willkommen heißen möchten!

Mehr Informationen zur Bus Tour:

Solidaritätskundgebung für Usman und solidarischer Prozessbesuch: 10. März 2015 // 14:30Uhr

RASSISTISCHE GESETZE ABSCHAFFEN!
 
Ein Aktivist des Refugee Struggle for Freedom ist seit Januar in U-Haft.
 
Am 10. März um 15 Uhr findet der Gerichtsprozess gegen Usman G. in Memmingerberg statt. Usman G., Aktivist des Refugee Struggle for Freedom, sitzt aufgrund des rassistischen Residenzpflichtgesetzes seit 7 Wochen in Untersuchungshaft. Er geriet am 21.01.2015 in eine rassistische Polizeikontrolle am Hauptbahnhof, kurz nachdem am Münchner Stachus das Protestzelt von Refugee Struggle for Freedom aufgeschlagen wurde. Daraufhin wurde Usman festgenommen: Ein Haftbefehl wurde erlassen aufgrund von „wiederholten Verstößen gegen die Residenzpflicht“.
 
Wir fordern die sofortige Freilassung von Usman!
Wir fordern eine angemessene Entschädigung für die siebenwöchige Festnahme!
Wir fordern eine sofortige Abschaffung von rassistischen Gesetzen und Kontrollen!
 
Wann: Di, 10. März 2015 um 14.30
Wo: Am Flughafen 12b, Memmingerberg
 
Treffpunkt für die gemeinsame Anfahrt aus München: Hauptbahnhof Gleis 21 um 12.10 Uhr.

10ter Februar in Neuburg an der Donau

In Neuburg an der Donau gingen ca. 100 Geflüchtete gegen die deutsche Asylpolitik und die Bedingungen in der Gemeinschaftsunterkunft auf die Straße. Mit selbstgebastelten Plakaten und Bannern zog die dreistündige Demonstration von der Gemeinschaftsunterkunft zum Landratsamt und dem Neuburger Rathaus. Die Geflüchteten äußerten dort lautstark ihren Unmut über die miserablen Bedingungen, forderten ein Ende der Lagerpflicht, „gleiche Rechte für alle“ und prangerten das Lagersystem als Gefängnissystem an. 

Unter den Demonstrierenden befanden sich viele Frauen und Kinder. Ein besonderer Fokus des Protests lag auf der untragbaren Situation von Familien und alleinstehenden Frauen: Diese leben in der Unterkunft äußerst beengt, häufig kam es zu Unfällen mit den Kindern. Zudem gibt es keine getrennten Sanitärräume für Frauen.

Einen Tag vor dem Protest war einer der Anmelder der Demonstration und dessen Familie überraschend in eine andere Unterkunft umverteilt worden. Aufgrund von Aussagen der Lagerleitung ist klar, dass damit versucht wird politischen Aktivismus in der Unterkunft zu unterbinden. Die Geflüchteten werden sich davon nicht einschüchtern lassen! Am kommenden Montag werden Vertreter von ihnen bei der Anti-Pegida-Demonstration in München sprechen.

 

 

Solidarität mit Arash

Von unseren Genoss*innen aus Berlin und The VOICE Refugee Forum - in Solidarität mit unserem Freund und Genossen Arash D.

"Rebel, Refuse, Resist!

Seit fast mehr als einem Monat saß Arash D. im Knast - weil er sich bewegt hat und auch andere dazu bewegt sich zu bewegen. Arash ist seit mindestens 2012 wichtiger Aktivist der Geflüchtetenproteste deutschlandweit. Bereits durch den Marsch von Würzburg nach Berlin und spätestens im Anschluss mit dem Hungerstreik am Brandeburger Tor 2012, kennen wir ihn als überzeugten Noborder-Aktivisten. Er sitzt nun im Knast wegen des Hungerstreiks am Rindermarkt in München (2013) dessen Forderungen in erster Linie Bleibereicht für alle und Bewegungsfreiheit für alle waren.

Die deutsche Mainstreamöffentlichkeit dürfte mittlerweile durch den Aktivismus von Arash und vielen anderen Geflüchteteaktivist_innen wissen, dass Geflüchtete in Deutschland und Europa - bzw in vielen Fällen auch im eigenen Land – diese Grund- und Menschenrechte nicht zugesprochen bekommen.

Widerstand dagegen wird hart bestraft – wie auch im Fall von unserem Genossen Arash! Er wurde dazu aufgefordert eine Geldstrafe zu bezahlen. Ein legitimer Widerstand für Grund- und Menschenrechte, die für alle Staatsbürger_innen hier Normalzustand sind, kann nicht einfach so kriminalisiert und unetdrückt werden!

“Daher sehe ich mich nicht als Täter und habe nicht den geringsten Respekt für das Gerichtsurteil.” (Zitat Aarash D., Anfang Januar 2015)

Durch ihren Widerstand in Flüchtlingslagern und in den Straßen Deutschlands haben Arash und andere Flüchtlinge in immenser Weise dazu beigetragen, die Missbräuche gegenüber Flüchtlingen öffentlich anzuklagen und in der europäischen und deutschen Gesellschaft von heute Aufmerksamkeit zu erwecken gegenüber dieser Verweigerung von Bürgerrechten.

Die Würde, die Ehrenhaftigkeit und der Kampf unseres Genossen Arash D in Einheit mit all jenen, die sich im zivilen Ungehorsam befinden, gegen die EU-deutsche Kultur der Isolation und Ausgrenzung, die zu erleiden wir in unserem täglichen Kampf gezwungen sind, kann durch die deutsche Polizeibrutalität und durch Haft nicht kompromittiert werden. Haft kann die Entschlossenheit von uns Flüchtlingen nicht schwächen, uns aus dem alten europäischen kolonialen System der Apartheid und Segregation von Non-Citizens zu befreien. Es besteht kein Zweifel, dass Arash eine lebhafte Referenz des Flüchtlingskampfes in Europa bleiben wird.

Wir rufen die Flüchtlingscommunity und all diejenigen, die auf der Seite der Gerechtigkeit sind, dazu auf, zusammenzustehen, um die zu ehren, die zivilen Ungehorsam leisten – um den Kampf unseres Widerstands zu feiern und um die Ignoranz und Heuchelei der Gesellschaft und der sogenannten Demokratie und Bayern, Deutschland und darüber hinaus zu demaskieren.

Wir solidarisieren uns mit unserem Genossen! Wir werden uns auch weiterhin nicht einschüchtern lassen, in unserem Kämpfen gegen das kapitalistische Grenzregime!

No nation, no border! Fight law and order!

Aktivist_innen aus Berlin und The VOICE Refugee Forum (Network)"

Quelle:

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