Statements

Zur richtigen Zeit gegen den tief verankerten Rassismus in Staat, Politik und Gesellschaft

17ter Oktober 2016, Parsberg - Neumarkt
10ter Tag Protestmarsch

Wir als eine politisch selbstorganisierte Gruppe der Non-Citizens brachen am 8ten Oktober nach Nürnberg auf. Das ist der Protestmarsch der Non-Citizens im Jahr 2016. Unser Protestmarsch ist der Kampf der stimmlosen und ausgeschlossenen, die nicht mehr so weiter leben wollen. Wir sind durch viele Länder und haben tausende Kilometer hinter uns gelassen. Jetzt müssen wir auch hier marschieren, damit wir als Menschen anerkannt werden. Wir sind hier noch nicht als Menschen anerkannt, wir sind in den Augen des deutschen Staates nicht würdig hier als Menschen zu leben. In Nürnberg werden wir vor dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) protestieren, wo über unsere Asylanträge entschieden wird. Wir werden weiterhin von Unterkunft zu Unterkunft gehen und die Menschen zum Aufstand der Unterdrückten aufzurufen. Dieser Zustand in Deutschland ist nicht annehmbar, nicht zu verbessern. Wir müssen diesem Zustand ein Ende setzen und Besseres schaffen.

Fünf Grenzen

15ter Oktober 2016, Regensburg
7ter Tag Protest Marsch

Heute sind wir also auf dem Weg nach Nürnberg. Wir haben gerade fünf Städte durchquert. Es ist wie wenn wir fünf Grenzen überschritten hätten, eine nach der anderen. Vom Leiden bis hin zur Leichtigkeit haben uns die einen bequem empfangen, andere wiederum wollen nicht einmal unsere Stimmen hören, indem sie uns am anderen Ende weit weg von der Stadt isolierten, wie in Freising und Moosburg. Es ist wie wenn sich die Geschichte mehr und mehr wiederholen würde.

Pressemitteilung: Protestmarsch erreicht Freising / Nächste Stationen Moosburg und Landshut

9ter Oktober, Freising
2ter Tag Protestmarsch

Der Protestmarsch von Refugee Struggle for Freedom hat heute Freising erreicht. Gestern sind mehr als 100 Geflüchtete am Sendlinger-Tor-Platz in München aufgebrochen, um unsere Forderung nach Bleiberecht, dem Stopp von Abschiebungen, für Bewegungsfreiheit und gegen das geplante bayerische Integrationsgesetz bis nach Nürnberg, zum Hauptsitz des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF), zu tragen.

Offener Brief an die Münchner Linke zur Einladung für politische Solidarität

07ter Oktober 2016
32ter Tag am Sendlinger Tor

Im Laufe des Monats konnten wir neben unseren vertrauten Genoss*innen neue solidarische Menschen finden, die uns darin unterstützen unseren Protest zu realisieren. Gleichwohl wir neue Freund*innen gefunden haben, bleiben bei uns Fragen zurück. Hier unsere Analyse:

Seit 7. September leisten die Non-Citizens am Sendlinger Tor einen Widerstand. Unser Widerstand basiert auf dem Prinzip der unabhängigen Selbstorganisierung in Fragen der Taktik und Strategie, die in den letzten Jahren bei den unterschiedlichen Kämpfen theorietisiert wurden. Unter Selbstbeschreibung als Non-Citizens verstehen wir uns nicht als Objekt, welches Mitleid von der Gesellschaft braucht. Im Gegenteil: Wir sind uns dessen bewusst, aus welchen Gründen wir uns in diesem Land befinden und deshalb handeln wir als kämpfende Subjekte. Unabhängig davon, unsere Theorie der Non-Citizens von 2012, war ein Versuch, eine historische Antwort auf den common sense zu geben, der unsere Identität nur auf Asylsuchende reduzierte.

Solidarische Grüße

4ter Oktober 2016
28ter Tag am Sendlinger Tor

Unsere Solidarität geht an die ca. 350 fliehenden Menschen, die zusammen als #March of hope versuchen die geschlossenen Grenzen von Serbien nach Ungarn zu überqueren. Nach der Errichtung der Zäune entlang der serbisch-ungarischen Grenze, fordern sie die Öffnung dieser, um frei die Länder passieren zu können.

Hier ein Video und ein mit näheren Informationen.

Protestmarsch möglich machen! Geld umverteilen!

1ter Oktober 2016
25ter Tag am Sendlinger Tor

In weniger als einer Woche beginnt der Protestmarsch nach Nürnberg. Um den Protestmarsch finanziell möglich zu machen, braucht es noch viel Geld – für die Verpflegung der Streikenden, Benzin oder Infrastruktur.Zum Beispiel könnt ihr mit 100 Euro Spende eine Mahlzeit für ca. 100 Menschen finanzieren. Mit 23 Euro Spende ermöglicht ihr es einer Person mit einem Bayernticket zum Protest dazu zustoßen. Mit 15 Euro Spende bezahlt ihr ein Handyguthaben – für unser Presse-oder Infotelefon. Auch kleine Geldbeträge helfen! Spendet über die Crowdfunding Plattform Leetchi. geht’s zur Seite.

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