Mobilisierungstour möglich machen! Gelder umverteilen!

[La versione française se trouve en bas]

Wir sind wieder hier, bei euch, um euch an der Fortführung unserer Aktivitäten teilhaben zu lassen, aber auch um Danke zu sagen, dass ihr uns immer unterstützt habt, sei es finanziell, moralisch, physisch oder materiell – ihr helft uns mehr als ihr denkt.

Refugee Struggle for Freedom kämpft nicht nur für Bewegungsfreiheit, sondern auch gegen Diskriminierung jeglicher Art, gegen Rassismus und all die Zerstörung, die aus dem kapitalistischen System hervorgeht.

Wir sind eine politische Gruppe, die aus Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten besteht. Leider sind wenige aktive Frauen bei uns, deswegen wird unsere nächste Aktion auch darin bestehen, noch mehr Frauen zu mobilisieren und sie dazu aufzurufen, mit uns auf die Straße zu gehen. Wir haben die letzten vier Monate unentwegt gekämpft, vom Protestcamp am Sendlinger Tor über den Protestmarsch nach Nürnberg bis zum Hungerstreik in München, aber leider ist der Kampf noch lange nicht gewonnen und so lange denken wir nicht daran, aufzugeben. Also haben wir beschlossen, fortzufahren und so viele Geflüchtete wie möglich zu mobilisieren, denn die Situation ist noch schlimmer geworden, fast unerträglich. Wir werden in München mit der Mobilisierung anfangen und über Landshut, Nürnberg, Würzburg und Umgebung weitermachen. Damit unser Vorhaben gelingt, brauchen wir weiterhin finanzielle Unterstützung von allen, die mit unserer Sache solidarisch sind. Wir werden Zugtickets kaufen, Benzinkosten bezahlen, und natürlich unser gemeinsames tägliches Essen finanzieren müssen. Dabei sind wir wirklich auf die Unterstützung von euch allen angewiesen. In diesen vier Monaten werden wir in den Camps und überall unterwegs sein, um den Protest größer zu machen. Mit eurer Unterstützung ist es für uns, als wärt ihr die ganze Zeit an unserer Seite.

 

Spendenkonto und e-Mail-Kontakt für Nachfragen:

Account Name: Refugee Struggle for Freedom
BIC: GENODEM1GLS
IBAN: DE69 4306 0967 8238 0245 00

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[francais]

Nous voilà parmis vous encore une fois, a vous faire part de la suite de nos activités, mais aussi en guise de remerciement pour nous avoir toujours soutenu que ce soit financierement, moralement, physiquement ou matériel, vous nous aidez plus que vous ne pouvez le savoir.

Refugee Struggle for Freedom ne se bat pas non seulement pour la liberté au mouvement mais aussi contre la discrimination dans toutes ses formes, le racisme et tout ce qui est de ce système capitaliste qui pourrisent le monde.

Nous sommes une groupe politique composés des hommes et des femmes de differentes nationalités, malheureusement nous avons peu de femmes actifs mais notre prochaine action sera aussi de mobiliser le plus de femmes et de leurs faire sortir sur la route. On s`est battus les dernières quatres mois au protest camp a Sendlinger Tor jusqu`au protest marche a Nürnberg mais hélas le combat est loin d`être gagné et nous n`envisageons pas de laisser tomber. Cependant nous avons decidé de pursuivre en mobilisant le plus de refugiés possible parce que, on le dise ou non, la situation est devenu plus pire si je ne peux dire terrible. Cette mobilisation commencera de Munich, Landshut, Nürnberg, Würzburg etc. et pour réussir cette mission on a encore besoin de vous bennevole hommes et femmes de bonne volonté qui succeptible à la cause des refugiés un soutient financier pour pouvoir nous procurer des billets de tansports, du carburants pour le transport mais aussi pour les repas quotidiennes. On a vraiment besoin du soutient de tout le monde certes nous serons dans les quatres mois â venir sur les camps et un peu partout a mobiliser, mais avec votre soutient c`est comme si vous êtes tous les jours présents â nos côtés.

 

Les dons représentent et contact e-mail pour renseignements:


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In Gedenken an Nfally

21ter Februar 2017
 
Vor genau einem Jahr wurde unser Freund Nfally in seinem Lager in Dorfen ermordet.

"Nfally starb unter den Messerstichen seines Zimmergenossen. Aber die Polizei ermordete ihn, weil sie ihm hätte helfen können als er dies benötigte. Das Landratsamt in Dorfen ermordete Nfally, weil sie von der Vorgeschichte des Mörders wussten. Das Asylsystem hat Nfally getötet, weil Personen im gleichen Zimmer zusammenleben müssen, ohne dass den Diskriminierungen und Angriffen Rechnung getragen wird, die aus der Unterscheidung von Nationalität, Religion, Kultur und Sexualität hervorgehen."
(Aus unserem vom 06.11.2016)

Wir wollen ihm ein Jahr nach seinem Tod gedenken, ihm und allen anderen Menschen, die von diesem Asylsystem ermordet wurden. "Wen kümmert das Leben eines Migranten, vor allem das eines Asylsuchenden?" fragten wir vor mehr als drei Monaten, als wir den Beginn unseres trockenen Durststreiks erklärten. Und die letzte Zeit hat umso mehr gezeigt, dass unsere Leben für die Autoritäten nichts wert sind.

Wir werden weiter für Gerechtigkeit, Freiheit und Menschlichkeit kämpfen. Für Nfally. Für alle anderen, die dem Asylsystem zu Opfer gefallen sind.

Link zum Statement "".

Anti-Siko-Demo 18ter Februar 2017

 
Eine unserer Mitstreiterinnen hält auf der Demonstration gegen die sogenannte Sicherheitskonferenz, am 18.02 2017 eine Rede:
 
Die Zeit der Willkommenskultur ist schon längst vorbei. Deutschland ist zum Abschiebeland geworden. Die Geflüchtetenpolitik der Europäischen Union hat eine tödliche Form bekommen. Allein im Jahr 2016 sind 5022 Geflüchtete bei der Flucht über das Mittelmeer gestorben. Die Zahl der Toten steigt und unsere Geschwister, die die Flucht überlebt haben, werden trotzdem in den Tod abgeschoben. Deutscher Staat paktiert mit diktatorischen Regimen, um die Fluchtwege zu sperren und die Abschiebungen umzusetzen. 
 
Während die Politiker*innen im Westen sich über Donald Trump und seine Mauer an den Grenzen zu Mexiko ärgern, haben alle Länder der Balkanroute ihre Grenzen komplett mit Zäunen geschlossen. In München Neuparlach wurde eine vier Mete hohe und 50 Meter lange Mauer gezogen, um ein Wohngebiet von der Geflüchtetenunterkunft zu trennen.  In der Nähe des Geflüchtetencamps im nordfranzösischen Calais wurde eine Mauer gebaut, nachdem das Camp brutal geräumt wurde. Europa hat schon längst die Mauer von Trump gebaut.
 
Wir werden zum Opfer des rechten Terrors in Deutschland. Massenhaft werden wir zurück in die Kriegsländer abgeschoben. Als ob das nicht genug wäre, werden wir  in den heuchlerischen Medien und Polizeiakten als Kriminelle dargestellt. Das heißt, unser Leben und unsere Gesundheit sind in den Augen des deutschen Staates keinen Cent wert. In diesem Sinne bleibt uns nichts anderes übrig als für unsere demokratischen Rechte einen existenziellen Kampf zu führen.
 
Heute sind wir auf die Straße gegangen, um gegen die NATO-Sicherheitskonferenz zu protestieren, weil wir die Konsequenzen ihrer verbrecherischen Kriegspolitik sind. Sie sind verantwortlich für alle Fluchtursachen und Tode und profitieren davon. 
Wir sehen uns gezwungen, die selbstverständlichen Dinge immer wieder zu erklären, warum wir zum Beispiel nach Deutschland gekommen sind. Unser Alltag spiegelt die imperialistische Barbarei wider. Während wir für westliche Firmen für Sklavenlohn arbeiten, unsere Häuser zerbombt werden, wir in die Flucht gedrängt werden,  wird das Leben im Westen für einige Wenige zum Paradies. 
 
Wir sind Non-Citizens, das heißt; die Ausgeschlossenen und Entrechteten. Wir sehen uns gezwungen, für die selbstverständlichen humanitären Forderungen unser Leben ins Spiel zu setzen, weil die rassistische Ignoranz in Deutschland tief verankert ist. Wir müssen Widerstand leisten, um beispielsweise die Lager zu verlassen, weil wir sonst eingesperrt bleiben. Wir organisieren uns selbst, damit unsere Stimme nicht mehr ungehört bleibt, obwohl unsere Lage die Schlagzeilen füllt.
Selbst die Aktivist*innen, die „Refugees Welcome“ sagen, werden kriminalisiert. Der deutsche Staat nutzt jegliches Mittel, um uns in die Isolation zu drängen. Der deutsche Staat spaltet die Unterdrückten und Ausgebeuteten, und teilt die Menschen ein in Ausländliche und Einheimische, in „Legale“ und „Illegale“, in „Wirtschaftsflüchtlinge“ und „politische Flüchtlinge“. Wir versuchen dagegen mit unserem Widerstand die Isolation zu durchbrechen und dabei die rassistischen Zustände zu überwinden.
Weltweit sind die Rechten Parteien und Bewegungen auf dem  Vormarsch. Die neoliberale Ordnung ist in der Krise. Als Verantwortliche für ihre kapitalistische Krise erklären sie die Geflüchteten, die Arbeiter*innen, Frauen und Jugendlichen verantwortlich. Das bedeutet, wenn heute Geflüchtete abgeschoben werden, dann werden morgen die Arbeiter*innen zur Zielscheibe.  Mit Angriffen auf unsere demokratischen Rechte wollen die kapitalistischen Staaten aus der Krise rauskommen. Wir wissen aber, dass sie niemals eine produktive Lösung finden können. Denn ihre Ordnung ist auf Sand gebaut.  
 
Diese Demonstration sollte uns die Möglichkeit eröffnen, den Protest gegen die Angriffe auf die demokratischen Rechte, die Abschiebungen, den Krieg, den Rassismus, den Sexismus, die Ausbeutung und Unterdrückung zu vereinen.
 
Wir fordern;
Sofortigen Stopp aller Abschiebungen!
Anerkennung aller Asylanträge!
Abschaffung des Lagersystems und der Residenzpflicht! 
Das Recht auf Arbeit, dezentrales Wohnen und Bildung! 
Rücknahme aller Abkommen, die auf Kosten der Geflüchteten vereinbart wurden!
Sofortigen Stopp der Kriegsforschung an den Hochschulen!
 
 
 

Fürstenfeldbruck - Demonstation vom 8ten Februar 2017

 

Demonstration vor dem Aufnahmelager im Militärgelände von Fürstenfeldbruck. 

WIR SIND HIER UND WIR WERDEN BLEIBEN
WEIL BEWEGUNGSFREIHEIT EIN UNIVERSELLES RECHT IST – UNABHÄNGIG VON UNSEREN HAUTFARBEN!

Die Demonstration fokussiert sich auf die Benachteiligung und Entmenschlichung von Geflüchteten in Deutschland. Auf der Basis von Unterschieden hinsichtlich der Hautfarbe und Sprache wurden von Beamten der Regierung und Sicherheitspersonal, die die Geflüchteten schützen und Alltagsangelegenheiten in den Lagern organisieren sollten, Barrieren fortgeschrieben.

Ein Fallbeispiel für die barbarische Einstellung dieser Beamten ist die Schikanierung eines Geflüchteten aus Sierra Leone, der vom Sicherheitspersonal in Fürstenfeldbruck heftig geschlagen wurde. Später musste er zur medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch eine Frau erzählt davon, dass sie sich sexuell angegriffen fühlt, weil Sicherheitsmänner, nicht Security-Frauen sie an ihren Brüsten überprüfen.
Rassistische Ausdrücke gegenüber Schwarzen afrikanischen Geflüchteten bereiten auch Grund zur Sorge. Die Securities bezeichnen sie normalerweise als "Affen".
Die Verwalter dieser Lager missbrauchen das Recht der Geflüchteten, die stimmlos sind.

Die Demonstration wurde durch Refugee Struggle for Freedom am Eingang des Lagers in Fürstenfeldbruck einberufen, um die Aufmerksamkeit der Regierung und internationaler Menschenrechtsorganisationen, die sich um das Recht auf Leben sorgen, zu erlangen, sodass Lösungen gefunden werden können.

STOPP DISKRIMINIERUNG UND SEGREGATION
Warum bekommen wir keine normalen Wohneinrichtungen? Stattdessen werden wir in verfallenen Strukturen gelagert und von rassistisch gesinnten Personen (im Namen der Sicherheit) bewacht. Unsere Menschenwürde geht in Luft auf. Ebenfalls erwähnenswert ist, dass das Recht auf medizinische Versorgung nicht länger garantiert ist. Die Kranken können nur ins Krankenhaus gebracht werden, wenn die Krankheit sehr ernst wird. Des Weiteren ist die Aufenthaltsdauer eines Asylbewerbers, der sich in einer Erstaufnahmeeinrichtung aufhält nun länger als die 6 Monate, die von der Regierung vorgesehen sind. Ein Geflüchteter, im Aslyverfahren, kann nun mehr als 10 Monate bis zum Transfer im Lager bleiben.   

Das Leben in einem Flüchtlingslager ist so miserabel, wie man es sich vorstellen kann.
Das Leben in einem Lager ist so miserabel, dass es moderne Sklaverei genannt werden kann.    

Wir sind Menschen! Nicht Tiere!
Ja, wir sind Refugees!

Wir sind Refugees, wegen eurer Ideologien, die uns gewaltsam, im Namen des Kolonialismus, in andere Länder brachten.
Wir sind Refugees, wegen der imperialistischen Ausbeutung in unseren Ländern.
Wir sind Refugees, wegen der westlichen Weltpolitik, die unseren Regierungssystemen auferlegt wurde.
Wir sind Refugees, wegen der kolonialen Intervention in unserer Region, mittels welcher eure Religion in unsere traditionellen Lebensformen eingeführt wurde. Dies führt noch immer zu religiösen Konflikten in Afrika.

Wir suchen Zuflucht, weil unsere Länder zerstört worden sind.

Seht uns als Menschen. Wir sind nicht hier, um uns für das Elend zu rächen, das der koloniale Imperialismus in unserer Region angerichtet hat.
Nehmen Sie unsere Asylanträge an! Wir sind keine Verbrecher, Vergewaltiger oder Terroristen. Wir müssen nicht segregiert werden.


STOP DEPORTATION                   NO BORDER! NO NATION                       STOP DEPORTATION  

Abschiebung ist respektlos gegenüber Menschen. Es ist barbarisch, schrecklich, und gegen den Willen.

Kundgebung vor Aufnahmeeinrichtung in Fürstenfeldbruck am 08.02.17, 11-14 Uhr

Am Mittwoch, 08.02.2017 lädt Refugee Struggle for Freedom von 11 bis 14 Uhr zu einer Kundgebung unter dem Motto „No Border, No Nation“ vor der Aufnahmeeinrichtung Fliegerhorst in Fürstenfeldbruck.

Anlass des Protests ist das diskriminierende, inakzeptable Verhalten der Sicherheitskräfte der Aufnahmeeinrichtung gegenüber den Bewohner*innen. Diese werden beim Betreten des Gebäudes stets Kontrollen unterzogen. Als sich ein Bewohner am vergangenen Mittwoch verbal einer Durchsuchung durch die Securities widersetze, wurden diese handgreiflich, schubsten ihn zu Boden und traten ihn. Der Geflüchtete musste aufgrund seiner Verletzungen die Nacht im Krankenhaus verbringen. Mittlerweile wurde Anzeige gegen die Angestellten der Security-Fima gestellt.

Wie so oft befinden sich die Lager abseits der Öffentlichkeit. In diesem Fall auf einem Militätgelände. Am Mittwoch zeigen wir unsere Solidarität  und durchbrechen zwischen Feldern, Wäldern und Militärgebäuden die Isolation der Bewohner_innen der Aufnahmeeinrichtung.

Weitere Informationen und Interviewanfragen:  0176 / 26 67 95 36 (deutsch, französisch) || 0152 / 14 44 11 09 (englisch) || 0179 / 60 99 476 (deutsch)

Gemeinsame Anreise:

Treffpunkt 9:30 Uhr am Gleis 25 am Hauptbahnhof, München

Fahrt mit S-Bahn und Bus

Fußweg von Bushaltestelle zu Kundgebungsplatz ca. 7 Minuten

 

Kundgebung: 08.02.2017 || 11-14 Uhr || Aufnahmeeinrichtung Fürstenfeldbruck

Presse-Statement von RSFF Aktivistin zu SIKO

 Beitrag von Narges Nasimi, Aktivistin von Refugee Struggle for Freedom, auf der Pressekonferenz des Bündnisses gegen die NATO-Sicherheitskonferenz, am 27.01.2017


Es gibt Momente, in denen man gezwungen ist, selbstverständliche Dinge immer wieder klären zu müssen. Heute zum Beispiel müssen wir allen erklären, warum wir nach Deutschland gekommen sind.

Der Grund dafür ist, weil unsere Länder von imperialistischen Mächten zerbombt sind, beispielsweise in Afghanistan, Irak, Mali und Syrien. Oder weil die reaktionären Monarchen und Diktatoren im arabischem Raum von Deutschland, Frankreich, USA usw. unterstützt werden, die wiederum als Burg der reaktionären Strömungen in dieser Region die fortschrittlichen Bewegungen bekämpfen.

Die Infrastrukturen werden in wirtschaftlich rückständigen Ländern zerstört, die arbeitende Bevölkerung arbeitet für Sklavenlohn für die westlichen Firmen. Das Leben ist im Rest der Welt eine Hölle, damit das Leben hier in Europa für einige Wenige zum Paradies wird.
Das können wir nicht hinnehmen. Die Flucht vor einem Krieg oder der Armut kann aus dem Grund nicht anders kategorisiert werden.

Menschen, hineingeboren in Krieg und Armut, verbringen ihr Leben auf der Flucht und wenn sie in Deutschland ankommen, werden sie hier ausgeschlossen und diskriminiert. Die Hoffnung auf ein besseres Leben und ausharrend in Angst vor einer Abschiebung und isoliert in den Geflüchtetenheimen sind ein Zustand, der uns tagtäglich zermürbt.

Es herrscht einen Rechtsruck in Deutschland. Diesem Zustand passen alle Parteien im Parlament ihr Programm an und dadurch finden die rassistischen Forderungen der AFD eine Rückendeckung. Dieser Rechtsruck wird in Form von Beschneidung demokratischer Rechte, bei Abschiebungen und in der Frauen- und Migrant*innen- und der Arbeiter*innenfeindlichen Atmosphäre sichtbar.

Wir sind die Untersten und am meisten Entrechteten der Arbeiter*innenklasse, die unter schlechtesten und illegalisierten Arbeitsbedingungen arbeiten müssen. Für uns gilt das Arbeitsverbot, Bildungsverbot, das Verbot des Rechts auf Wohnung. Doch unser Alltag ist auch bestimmt von rechtem Terror, Brandstiftungen und rassistischer Hetze. Unser Leben und unsere Gesundheit sind in den Augen des deutschen Staatess keinen Cent wert. Die Losung „Refugees Welcome“ bekommt heute aufgrund dieser repressiven Zustände den Charakter des Widerstands.

Der deutsche Staat spaltet die Unterdrückten und Ausgebeuteten, und teilt die Menschen ein in Ausländliche und Einheimische, in „Legale“ und „Illegale“. Wir, Non-Citizens verstehen uns als Teil der Arbeiter*innenklasse und sind überzeugt davon, dass unser Kampf nur in Zusammenarbeit mit Arbeiter*innen, Jugendlichen, Frauen und LGBT voranschreiten kann.

Wenn wir heute gegen die SIKO auf die Straße gehen, zeigen wir, dass wir jetzt eine Bewegung gegen die kapitalistische Barbarei aufbauen müssen. Die organisierte Arbeiter*innenklasse muss mit eigenen Mitteln wie z.B. mit Streik vorbereitet sein. Sie muss gegen Krieg, den Abbau von Arbeitsstellen, gegen Lohnkürzungen und Rassismus mobilisieren. Dafür tragen die Gewerkschaften eine große Verantwortung. Sie sind Organe, die Interessen von Arbeiter*innen und Unterdrückten vertreten müssen. Die deutsche Kriegsindustrie kann durch Streik und Besetzungen in den Betrieben und Fabriken gestoppt werden, so wie die Bundeswehr in den Unis und an Schulen.

Und wir Non-Citizens, als diejenigen, die von Bürgerrechten ausgeschlossen sind, erklären unsere Bereitschaft auch in diesem Jahr wieder mit unseren Bündnispartner*innen gegen den Krieg zu mobilisieren.

Textquelle:

Fürstenfeldbruck: Angriff von Securities auf RSFF Aktivist

2ter Februar 2017, Fürstenfeldbruck bei München

Gestern nacht wurde ein Aktivist von Refugee Struggle for Freedom von elf Securites zusammen geschlagen. In dem Lager in der Nähe von Fürstenfeldbruck werden Eingangskontrollen von Taschen durchgeführt. Gestern sollte unser Freund jedoch komplett durchsucht werden. Dagegen hat er sich gewehrt und gesagt, dass sie nicht das Recht dazu haben. Daraufhin sagten die Securities, dass die deutsche Regierung ihnen das Recht dazu gegeben hat. Sie traten erst nach seinem Rucksack und griffen ihn dann brutal an. Sie schubsten und traten bis er am Boden lag. Seine Begleiterin rief die Polizei - die Securites sagten ihr, dass sie das anders regeln könnten. Die Polizei und ein Krankenwagen für unseren verletzten Freund kam. Er verbrachte die Nacht im Krankenhaus in Fürstenfeldbruck.
Als wir ihn heute besuchten, lag er in einem Bett im Krankenhausflur, nicht in einem Zimmer. Sein ganzer Körper schmerzte noch. Obwohl er klar machte, dass er immer noch Schmerzen hat, sagten ihm die KrankenpflegerInnen, dass er das Krankenhaus verlassen müsste. Der Arzt drohte sogar, die Polizei zu rufen, wenn er nicht geht. Unter Zwang verließ er das Krankenhaus.

In Deutschland steht geflüchteten Menschen ohne Anerkennung nur die aller notwenigste medizinische Versorgung zu.

Wenn die deutsche Regierung toleriert, dass Securites gegenüber Geflüchteten gewalttätig sind - nur aus dem Grund, dass sie sich körperlich nicht kontrollieren lassen wollen - dann müssen wir Angst um unser Leben haben, denn wir können nicht wissen, was noch passieren kann.

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Refugee Struggle for Freedom kämpft nicht nur für Bewegungsfreiheit, sondern auch gegen Diskriminierung jeglicher Art, gegen Rassismus und all die Zerstörung, die aus dem kapitalistischen System hervorgeht.

Wir sind eine politische Gruppe, die aus Frauen und Männern verschiedener Nationalitäten besteht. Leider sind wenige aktive Frauen bei uns, deswegen wird unsere nächste Aktion auch darin bestehen, noch mehr Frauen zu mobilisieren und sie dazu aufzurufen, mit uns auf die Straße zu gehen. Wir haben die letzten vier Monate unentwegt gekämpft, vom Protestcamp am Sendlinger Tor über den Protestmarsch nach Nürnberg bis zum Hungerstreik in München, aber leider ist der Kampf noch lange nicht gewonnen und so lange denken wir nicht daran, aufzugeben. Also haben wir beschlossen, fortzufahren und so viele Geflüchtete wie möglich zu mobilisieren, denn die Situation ist noch schlimmer geworden, fast unerträglich. Wir werden in München mit der Mobilisierung anfangen und über Landshut, Nürnberg, Würzburg und Umgebung weitermachen. Damit unser Vorhaben gelingt, brauchen wir weiterhin finanzielle Unterstützung von allen, die mit unserer Sache solidarisch sind. Wir werden Zugtickets kaufen, Benzinkosten bezahlen, und natürlich unser gemeinsames tägliches Essen finanzieren müssen. Dabei sind wir wirklich auf die Unterstützung von euch allen angewiesen. In diesen vier Monaten werden wir in den Camps und überall unterwegs sein, um den Protest größer zu machen. Mit eurer Unterstützung ist es für uns, als wärt ihr die ganze Zeit an unserer Seite.

 

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Refugee Struggle for Freedom ne se bat pas non seulement pour la liberté au mouvement mais aussi contre la discrimination dans toutes ses formes, le racisme et tout ce qui est de ce système capitaliste qui pourrisent le monde.

Nous sommes une groupe politique composés des hommes et des femmes de differentes nationalités, malheureusement nous avons peu de femmes actifs mais notre prochaine action sera aussi de mobiliser le plus de femmes et de leurs faire sortir sur la route. On s`est battus les dernières quatres mois au protest camp a Sendlinger Tor jusqu`au protest marche a Nürnberg mais hélas le combat est loin d`être gagné et nous n`envisageons pas de laisser tomber. Cependant nous avons decidé de pursuivre en mobilisant le plus de refugiés possible parce que, on le dise ou non, la situation est devenu plus pire si je ne peux dire terrible. Cette mobilisation commencera de Munich, Landshut, Nürnberg, Würzburg etc. et pour réussir cette mission on a encore besoin de vous bennevole hommes et femmes de bonne volonté qui succeptible à la cause des refugiés un soutient financier pour pouvoir nous procurer des billets de tansports, du carburants pour le transport mais aussi pour les repas quotidiennes. On a vraiment besoin du soutient de tout le monde certes nous serons dans les quatres mois â venir sur les camps et un peu partout a mobiliser, mais avec votre soutient c`est comme si vous êtes tous les jours présents â nos côtés.

 

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Daily Resistance Zeitung - Non-Citizen Rise Up in Bavaria

Daily Resistens was ist das

Unsere Freund_innen vom Daily Resistance Kollektiv veröffentlichten die Spezialausgabe "Non-Citizens Rise Up in Bavaria". Diese dokumentiert mittels doppelseitigem Poster und Artikeln unser Protest-Camp am Sendlinger Tor, den Protestmarsch von München nach Nürnberg, sowie den Hungerstreik und die Baumbesetzung am Sendlinger Tor von Sommer bis Herbst 2016. Mit dabei sind Comics, welche erklären, wie Abschiebungen verhindert werden können. Hier geht es digital zu den in zehn verschiedenen Sprachen.

Turce Stop Dep Promo

Die Spezialausgabe ist erhältlich in 7 verschiedenen Sprachen: , , , , , und / .

French Promo Daily Resistance  Daily Resistance Poster  Farsi Daily Resistance Promo

Was und für wen ist Daily Resistance?

Daily Resistance ist eine periodisch erscheinende Zeitung. Die Artikel werden von geflüchteten Aktivist_innen verfasst. Ebenso ist die Zeitung hauptsächlich für Menschen, die in den Lagern leben. Das Kollektiv von Daily Resistance will über die aktuellen Formen von Widerstand informieren und die Menschen im Lager für ihren eigenen alltäglichen Widerstand empowern.

Daily Resistance sucht Menschen, die in die Lager gehen oder dort wohnen und die Zeitungen verteilen oder auch an anderen Stellen auslegen. Zum Bestellen der Zeitung kannst du eine Mail schicken an: [email protected]

Nähere Infos findest du:

Für Oury Jalloh

 

( La versione française se trouve en bas.)

Dieser Tag ist Oury Jalloh zu Ehren gewidmet, dem jungen Märtyrer, der in der Blüte seines Lebens unter den Händen der Justiz zu Grunde gegangen ist, deren Aufgabe es eigentlich wäre, für seine Sicherheit zu sorgen. Er ist umgekommen, weil er das Pech hatte, schwarz geboren zu sein. Er hatte das Pech, sein Heimatland verlassen zu haben, ohne die Gefahren der anderen Seite erkannt zu haben. Aber um die Wahrheit zu sagen, wie viele Oury Jallohs gibt es auf dieser Welt? - Zu viele, überall.

Schaut Euch den größten demokratischen Staat dieser Welt an, die USA. Jeden Tag hören wir: Afroamerikaner_in, ermordet von der Polizei. Afroamerikaner_in, abgeschlachtet von der Polizei. Und wer weiß wie viele Oury Jallohs es unter uns hier gibt und wer von uns das nächste Opfer sein könnte? Lasst uns niemals glauben, wir können uns nun in dem Frieden ausruhen, denn wer nichts tut, um ihre_seine Situation zu verbessern, hat nicht das Recht, sich über ihr_sein Schicksal zu beklagen. Lasst uns nicht uns selbst täuschen. Nur durch den Kampf können wir etwas erreichen. Wer soll diesen Kampf für uns führen, wenn nicht wir selbst? Niemand, keine NGO, keine Regierung. Selbst unsere Staatschefs nicht, denn sie sind zu sehr damit beschäftigt, Geld anzuhäufen, bevor ihre Amtszeit vorbei ist und Wege zu finden, länger an der Macht zu bleiben.

Lasst uns niemals aufgeben, lasst uns niemals den Kampf aufhören, lasst uns niemals schlafen. Für Oury Jalloh. Für alle namenlosen Opfer von rassistischer Aggression und der Justiz.

*****

Ce jour est spécialement consacré en l'honneur de Oury Jalloh, ce jeune martyr au fleur de l'age qui a péri aux mains de la justice, qui devait lui apporter la securité. Il a péri parce'que il a eu le malheur d'être né noir. Il a eu le malheur de quitter son pays natale sans se soucier des dangers de l'autre côté. Mais à vrais dire, combien de Oury Jalloh y'a t'il dans le monde? - C'est trop, partout.

Regardez dans la democratie la plus grande au monde, les USA. Chaque jour l'on entends: Afroamèricain(e) tué par la police. Afroamèrican(e) abbatu par la police. Et qui sais combien de Oury Jallohs est parmis nous ici et qui de nous sera la prochain victime? Ne croyons jamais avoir la paix en dormant, car celui qui ne fait rien pour améliorer sa situation n'a pas le droit de se lamenter sur son sort. Ne nous trompons pas. Il n'y a que par le combat. que nous pouvons aboutir à quelque chose. Qui le fera à notre place si ce n'est nous même? Personne, ni ONG, ni gouvernement. Même pas nos propres chefs d'états car ils sont trop occupés à amasser de l'argent avant leurs départs ou des moyens de rester plus longtemps aux pouvoirs.

Ne baissons jamais la main, ne jamais cesser de combattre, ne dormez jamais. Pour Oury Jalloh, pour toutes ces victimes que l'on ne peut identifier, les victimes d' agression raciste et de la justice.

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